Wie versprochen ein kompletter Post für das Gänseblümchen, bellis perennis = die dauernd Schöne, Korbblütengewächse: Ähnlich wie Ringelblume und Kamille wird auch dem Gänseblümchen in der traditionellen Pflanzenheilkunde ein Bezug zur Haut nachgesagt. Innerliche sowie äußerlliche Anwendungen traditionell bei allen entzündlichen und/oder eitrigen Hautproblemen sowie Wunden. Verwendung finden die oberirdischen Pflanzenteile im frischen oder getrockneten Zustand. Und wer eine ganz feinstoffliche Beziehung mit bellis perennis pflegen möchte, sammle im Morgengrauen eine Handvoll Blütchen, lege sie mitsamt Morgentau in frisches Quellwasser, lasse dies alles von der Morgensonne durchstrahlen bis zum Mittag. Dann, wenn die Sonne am höchsten steht, wird alles abgeseiht und das Wasser abends nach der Reinigung und am folgenden Morgen aufs Gesicht gesprüht. Das Rezept habe ich vor Jahren in einer Kräutersendung im Radio aufgeschnappt, kann leider keine genaueren Quellenangaben dazu machen und habe es inziwschen bestimmt auch schon verfremdet. Ätherisches Öl enthält das Gänseblümchen nur wenig, dafür aber andere wirksame sekundäre Stoffwechselprodukte. Die Bitterstoffe machen es für die Küche interessant und es gehört zu den traditionellen Frühjahrsentschlackungskräutlein. Sicher wirkt dieses hübsche, allegegenwärtige Pflanzengeschöpfchen viel mehr auf einer subtileren Ebene, die nicht in Flavonoid- und Saponingehalt ausdrückbar ist. Wer verbindet nicht die liebsten Kindheitsfühlingserinnerungen mit dieser gegenwärtigsten aller Blumen? Bitte nicht den üblichen Gänseblümchenbescheidenheitsquatsch assoziieren! Was hat denn diese flächendeckende Ausbreitung mit Zurückhaltung und Bescheidenheit zu tun? Maßloses Maßliebchen: Liebenswerteste Verschwendung der Natur, das Leben in Fülle! Süße kleine Orakelblume, der selbst das Blättchenauszupfen mit Babyspeckfingerchen und ungeübter Motorik nichts anhaben kann - es sind genug Blümchen für alle Kinder da! Wer hat nicht schon früher und vielleicht auch heute noch immer wieder Kränzchen aus ihr geflochten? Wird daher nicht ihr Anblick uns Jahr für Jahr aufs Neue die Sorgenfalten aus dem Gesicht glätten? Und das verleiht uns kindliche Schönheit, zeitloses Glück und tiefste Naturverbundenheit. Macht die Augen und die Herzen auf, denn wahre Schönheit kommt von innen und gehorcht keiner Mode! 

Welche Synonyme gibt es denn noch für das Gänseblümchen? Ich sammle sie alle! Bin gespannt auf Varianten aus Österreich, der Schweiz, dem Norden und wo Ihr tausend Schönen sonst so alles seid! Und was haben Eure Omas mit den Gänseblümchen gemacht?
Oh ja, das Gänseblümchen, als ich noch Kind war haben wir sie "kleine Margrittli" genannt, habe aber auch schon gehört, dass sie "Rupfblüemli" genannt werden (kommt wohl vom "Rupfen" beim "er liebt mich-er liebt mich nicht"). Meine Grossmama habe Tee damit aufgesetzt, sagte mir meine Mutter. Wir haben sie uns als Kränzchen auf den Kopf getan und waren sooo stolz darauf...
AntwortenLöschenMeine Kinder haben sie als erstes gegessen, sobald sie krabbeln konnten und noch heute liebe ich frischen Salat mit Gänseblümchen! Sind eine tolle Deko und sehr fein :-). Und die Kinder lieben es, sie zu pflücken.
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AntwortenLöschenHuhu !! Oh ja, entschuldige ..... Ich habe das alles aus unserem Schülerforum der Naturheilkundeschule. Die Beiträge dort stammen aus verschiedenen Büchern. Verspreche, dass ich mich demnächst kurz fasse ;-)
AntwortenLöschenDanke! Neineienein, das mit dem Kurzfassen habe ich nicht gemeint, da sind ja wirklich schöne Sachen dabei: Das mit dem Kindheitsbezug finde ich passt am besten zu meinen eigenen Gedanken, ganz wunderbar, prima Impulse! Allerdings bin ich für den Inhalt der Seite - also auch für die Kommentare verantwortlich und da ich selbst ungern geklauzitiert werde, lege ich auf korrekte Quellenagaben großen Wert: Bei solchen Sachen bitte immer den Link angeben, okay? Schülerforum Naturheilkunde - oh wie spannend, gib doch den Link weiter, oder geht das nicht? Ansonsten gerne auch die Buchtipps...
AntwortenLöschenDaisy, so heißt sie hier in Irland, die hübsche leckere Blume. Ich habe ein winziges Fläschlein mit ihrem ätherischen Öl, riecht eigentümlich grün und fast etwas terpentinartig. Kann sein dass es ein CO2-Extrakt ist, war eine Sonderabfüllung von Feeling.Immerhin hats du einen der längsten Kommentare aller Blogs bekommen ;-)))))
AntwortenLöschenIch hatte Ute Runkel vor knapp zwei Wochen angeschrieben, ob die Datei auch digital vorliegen würde, da ich nur den Papierpacken habe und weil sooooo viele Leute immer wieder danach fragen. Es hat gedauert, weil ich nur eine uralte Mailadresse hatte, doch gestern kam der Link von ihr. Klasse, was???!!! Aber wir haben ja schon mal eine transkanalische Gedankenlinie festgestellt!!!Vielleicht liegt es an den tausenden von Violas hier im Garten! Oder an der angefangenen Strickjacke für die kleine Zuckerblume! Hmhm!
AntwortenLöschenHallo !! Da war ich wohl gestern etwas voreilig ! Sorry ;o)
AntwortenLöschenDas Forum ist leider nur uns Schülern vorbehalten. Mittlerweile ist es zu einem richtigen Lexikon über sämtliche Pflanzen, Aromen, Steine usw. herangewachsen. Aber wie gesagt, ist leider nur für uns. Ganz liebe Grüsse, Silke