Donnerstag, 21. Februar 2013

Pure Augenwischerei!!!

ACHTUNG, Augen offen halten: Eine sich immer stärker ausbreitende Direktvertriebsfirma, die bekannt ist für ihr enormes Selbstbewusstsein in der unverdünnten Anwendung sämtlicher ihrer ätherischer Öle, macht mir und anderen KollegInnen mit langjähriger Erfahrung große Sorgen. Der Ruf der gesamten Aromatherapie steht auf dem Spiel, wenn die ersten ernsthaften Gesundheitsschäden, die bei den von dieser Firma propagierten Anwendungsweisen zu befürchten stehen, in die Medien gelangen. An alle meine LeserInnen hier also ein für allemal die dringende Warnung vor der Anwendung unverdünnter ätherischer Öle. Kann sein, dass akute AUSNAHMEN die unverdünnte Anwendung kleinster Mengen Lavendel- oder Cistrosenöls nötig machen. Aber die Anwendung im Auge ist PURER QUATSCH! Ätherische Öle gehören NIEMALS PUR IN AUGEN oder OHREN! Für die allermeisten Anwendungsarten von ätherischen Ölen gilt: Wir verdünnen mit fettem Öl und zwar 1-3% Keine Angst, das kann jedeR ohne Taschenrechner: Auf einen Esslöffel fettes Pflanzenöl ca. 4Tropfen ätherisches Öl - basta!


...äh so und an dieser Stelle hätte ich jetzt gerne schön rund den feinen Button von Eliane. Daran arbeite ich noch. Im Moment scheitert es abwechselnd an technischem und menschlichem Versagen. Dieser schöne Button ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie wir Farbe bekennen können! Ein Tipp vielmehr eine Bitte an KollegInnen: Geht ruhig zu den Infoabenden dieser Firma hin, stellt dort Fragen und entlarvt auf sachliche Weise so die Scharlatanerie, bevor noch mehr Ahnungslose in dieses Netzwerk geraten! Keine Angst vor den Marktschreiern, es ist meist kaum Fachwissen dahinter. Oft aber die Fähigkeit, einem das Wort im Munde herumzudrehen. Dagegen hilft: Immer sachlich bleiben, NIE die Qualität der angebotenen Öle in Zweifel ziehen (da gibt es nämlich bisher wohl tatsächlich nichts zu beanstanden), denn darum geht es nicht! Selbst Öle in bester Qualität können bei unsachgemäßer Anwendung Schaden anrichten! Der besseren Lesbarkeit (in der kürze liegt leider die Würze, sonst werde ich nicht gelesen) dieses Posts wegen werde ich die gängigsten Argumente dieses Netzwerks und wie wir sie auch für Laien nachvollziehbar entkräften können ein andermal erörtern. Ich bitte sehr um Verständnis, dass ich den Firmennamen hier nicht nenne und bitte auch in den Kommentaren von einer Namensnennung abzusehen! Wer die Firma kennt, weiß, wovon die Rede ist, alle anderen, werden sie bei einem Erstkontakt nach diesen Informationen sofort erkennen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Die wunderbare Seichtigkeit des Seins

  
Menschenskind.
Chillen und Kaffeetrinken, die SONNE scheinen lassen. Gut und Böse schwarzweiß sehen, nichts richtig machen. Die Welt soll jemand anders inzwischen retten.
Lügen und Betrügen.




 Augen zu und durch.
"Genießen war noch nie ein leichtes Spiel." (Welches Lied, na?)

Montag, 18. Februar 2013

Lichthof

Sophie und Hans Scholl haben ihre Flugblätter im Treppenhaus der Uni München, im Lichthof, ins Dunkel der Zeitgeschichte fallen lassen. Heute vor siebzig Jahren, ein Anlass zum nach Denken. Wir sind nachgeboren, wir Glücklichen. Wenn wir wegschauen, den Blick abwenden von unnötiger Kriegstreiberei, Unterdrückung und Entmündigung, verspielen wir dieses Glück, verkommen wir zur leblosen Nachgeburt. Wenn Gedenktage nichts weiter als Kitsch sind, wenn sie nur nach hinten verweisen und in der Gegenwart nichts als betroffenes Seufzen gefolgt von schulterzuckendem Übergehen zur Tagesordnung bewirken, dann töten wir die Widerständler immer wieder. Als die Weiße Rose Gegenwart war, haben Sophie, Hans und ihre wenigen Mitstreiter so lange hingeschaut und nachgedacht, bis sie ihren Aufschrei nicht mehr unterdrücken konnten. "Ihr habt geschrien, obwohl ein Schrei nichts ändern kann..." singt Konstantin Wecker. Wie oft beiße ich mir auf die Zunge, nur um nicht anzuecken? Zu oft vermeide ich genau hinzuhören, zu sehen, gehe zur Tagesordnung über, obwohl nichts NICHTS in Ordnung ist. Hier eine weiße Rose als Illustration einzufügen, wäre anmaßend. Probieren wir es mit einem Oberlicht, das sich im Spiegel in der Tiefe des Treppenhauses fängt: Treppenhaus im Stift Melk, der Spiegel wurde zum bequemeren Fotografieren am Boden angebracht. Ob sich die Siftsverwaltung der damit verbundenen Sinnstiftung bewusst war?

Sonntag, 17. Februar 2013

Gesund

Eine von drei Wochenendlektüren, mal wieder, "Corpus delicti" von Juli Zeh. Das Zitat, welches diesmal am meisten umtreibt, für die BlogleserInnen zum Nachdenken aus dem Zusammenhang gerissen: "Die METHODE gründet sich auf die Gesundheit ihrer Bürger und betrachtet Gesundheit als Normalität. Aber was ist normal? Einerseits alles, was der Fall ist, das Gegebene, Alltägliche. Andererseits aber bedeutet ˋnormalˋ etwas Normatives, also das Gewünschte. Auf diese Weise wird Normalität zu einem zweischneidigen Schwert. Man kann den Menschen am Gegebenen messen und zu dem Ergebnis kommen, er sei normal, gesund und folglich gut. Oder man erhebt das Gewünschte zum Maßstab und stellt fest, dass der Betreffende gescheitert sei. Ganz nach Belieben. Solange man dazugehört, dient dieses Schwert der Verteidigung. Befindet man sich draußen, stellt es eine schreckliche Bedrohung dar. Es macht krank."

Und für alle treuen MitdenkerInnen noch ein Rezept zur Güte: Ulas Knieschmiere wird mit  40ml (also zweimalzwanzig) Johanniskrautöl und je 5 Tropfen Cajeput, schwarzer Pfeffer, Lavendel extra, Wacholder, Zitroneneukalyptus (da reichen eigentlich 2 Tropfen), Vetiver und Atlaszeder gemischt und wadenaufwärts einmassiert. Sorgt für Standfestigkeit und Flexibilität gleichermaßen.

Samstag, 16. Februar 2013

Weiche Knie

Lampenfieber, hartes Training oder schlicht der erdrückende Ballast des Alltags können auf unterschiedliche Weise für dasselbe Phänomen sorgen:  weiche Knie, schwaches Stehvermögen. Das Gefühl, die eigenen Knie versagen ihren Dienst, ist so banal wie unangenehm. Banalitäten werden gerne verharmlost. Eigentlich blöd, unser Alltag ist ja überwiegend eine absurde Aneinanderreihung von Banalitäten. Jetzt verfügt leider nicht jeder über das sonnige Gemüt eines 24-Stunden-Charismatikers, der Pflichten so lange erfüllt, bis er sie lieben lernt - eine nette Anregung aus den Kommentaren zum letzten Post übrigens. Hört man sich im durchschnittlichen Wohlstandsmainstream so um, fühlen sich tröstlich viele Mitmenschen von der Banalität des Alltäglichen in die Knie gezwungen. Sich wiederholende Handlungen Tag für Tag zeitigen Abnutzungserscheinungen an Gelenken und Gedanken. Verstärkt wird der Effekt in der kommerzialisierten virtuellen Welt der sognenannten social media: Wir sind in Schubladen und merken es nicht einmal, weil wir durch unsere online Aktivitäten vorsortiert werden, sodass wir auf jeden Fall nur mit unseren eigenen Interessen in Berührung kommen, bitte keine neuen Ideen, die machen nur unberechenbar! Gefangen im goldenen Käfig  von fb (fast blind), sehen wir Kuchenrezepte, bisschen Gesellschaftskritik, Cartoons, super witzig, viele photogeshoppte Gesichter Annoncen und Amazonen noch und noch. Wir drehen uns dabei um uns selber: Gefällt mir, yeah! Immer schneller, Bloggerei hält eigentlich nur auf.  Eieiei, da bin ich aber deftig von der Überschrift abgedriftet, wie komme ich jetzt zu meinen Knien zurück? Ein Tanz auf dünnem Eis, diese Medien- und Sozialkritik gemischt mit einem zünftigen Stimmungstief. Das hier wäre kein Blog für Aromatherapie und andere alltagstaugliche Sinnenfreuden, wenn nicht gleich ein Rezept verbunden mit weichgespülten Lösungsansätzen und wonniglichen Versprechen folgen würde. Aber genau darüber denke ich ja die ganze Zeit nach, ist mir diese Rezeptebloggerei nicht langsam zu banal? Ich drehe mich im Kreis und behalte meine super Knieschmiere aus Johanniskrautmazerat, Cajeput, schwarzem Pfeffer und einigen Geheimessenzen für mich und gehe offline, in die Wanne mit Schillers Handschuh. Den Dank, Dame, begehr ich nicht...

Montag, 11. Februar 2013

Narretei

Zauberspruch
Nimm Entenfedern,
Löwenzahn
Und einen Löffel
Lebertran.
Sprich hunke-munke-mops
Dabei und mische
Einen dicken Brei.
Schmier dir die
Nasenspitze ein
Und stell dich
In den Mondenschein.
Und schswebst du nun
Nicht durch die Nacht -
Dann hast du was verkehrt gemacht!

Max Kruse

Montag, 4. Februar 2013

Hindernisse

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keins da!
Franz Kafka