Aromatherapie

Pharmakologische Wirksamkeit ätherischer Öle gegen Krankheitserreger, Schmerzen, Entzündungen, hormonelle Störungen:
Die Wirkung eines ätherischen Öles in einer bestimmten Anwendungsform erschließt sich aus den Inhaltsstoffen und ist wissenschaftlich belegbar.

Psychosomatische Bezüge und individuelle Vorlieben:
Ätherische Öle sind Vielstoffgemsiche. Daher haben Einzelöle auf der körperlichen Ebene oft sehr viele Einsatzmöglichkeiten und so gibt es für ein bestimmtes Symptom immer verschiedene ätherische Öle, die zur Behandlung in Frage kommen. Die Liste der entzündungshemmenden ätherischen Öle ist beispielsweise lang: Blaue Kamille, Weihrauch, Lavendel, Rose um nur die vier bekanntesten zu nennen. Welches das richtige ist, hängt auch von der psychischen Konstitution, den Duftvorlieben und -assoziationen des Anwenders ab. Weihrauch in einer Rezeptur bei entzündlichen Gelenkserkrankungen kann eine Wohltat sein, wird aber für jemanden, der regelmäßig im katholischen Gottesdienst gegen Brechreiz ankämpfen muss, nicht in die engere Wahl kommen…

Partnerschaftlicher Umgang mit der Natur, Einheit von geistig-emotionaler und medizinischer Behandlung:
In den Fläschchen befinden sich Stoffwechselprodukte von Pflanzen und zwar in hochkonzentrierter Form - je gesünder die Pflanze, desto höher die Qualität ihres ätherischen Öls. Für alle, die sich ernsthaft mit Aromatherapie beschäftigen, muss Natur- und Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft und auch die Lebensbedingungen der Menschen, welche in der Produktion der ätherischen Öle arbeiten, von höchstem Interesse sein. Wir können nicht eine sanfte aber kraftvolle Hilfe von der Natur erwarten, wenn wir dazu Raubbau an ihr betreiben. Öle, die mit hohem Energieaufwand und unter Verwendung bedrohter Pflanzenarten hergestellt werden, sollten nicht oder nur mit viel Bedacht und dann äußerst selten zum Einsatz kommen: Beispielsweise Rosenholz oder Sandelholz.

Modernes Wissenschaftsverständnis:
Körpereigene biochemische Prozesse und evidenzbasierte medizinsche Erkenntnisse unserer Zeit werden ebenso berücksichtigt wie uralte Erfahrungen mit der Heilkraft einzelner Öle und Pflanzen: Eine gesunde Mischung aus Intellekt und Instinkt!

Nicht überall, wo Aroma draufsteht, ist Therapie drin!

Da weder Aromatherapeut noch- praktiker eine geschützte Berufsbezeichnung ist, tummeln sich in der Branche schwarze Schafe, die natürlich von weitem trotzdem gut riechen: Damit Sie nicht an der Nase herumgeführt werden, sollten Sie sich klare Vorstellungen darüber machen, welche Ansprüche Sie stellen, damit Sie sich etwas Gutes tun und nicht nur ihren Geldbeutel erleichtern! Aromatherapie ist für den einzelnen Anwender ein Lernprozess, der nicht ohne den Willen zur eigenen Weiterbildung stattfinden wird. Begleiten wird sie dabei gerne jedeR Aromakundige mit modernem Wissenschaftsverständnis und solider Ausbildung.
Seien Sie skeptisch, wenn Sie auf einen selbsternannten Aromatherapeuten stoßen, der Heilversprechen macht, Ausschließlichkeit der aromatherapeutischen Behandlung propagiert, womöglich über Kollegen, anerkannte Fachleute schlecht redet und Aromatherapie zu einer quasireligiösen Geheimwissenschaft hochstilisiert – dann haben Sie es sicher mit einem Scharlatan zu tun. Fragen Sie immer nach seinen Referenzen: Wo und bei wem hat er seine Ausbildung absolviert? Kann er auf wenigstens ein Fachbuch (Sachbücher zum Thema gibt es wie Sand am Meer in unterschiedlichster und zum Teil höchst fragwürdiger Qualität) verweisen? Und meine Lieblingstestfrage: Kann er spontan den Unterschied zwischen 'Thymian thymol und Thymian linalool erklären?
Um der besseren Lesbarkeit willen habe ich nur die männliche Form verwendet - es gibt aber bestimmt auch weibliche Scharlataninnen!

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