Mein Weihnachtsgeschenk für euch liebe LeserInnen: eine festliche Liebeserklärung an ein wenig bekanntes Öl. Copaivabalsam, meist ein Extrakt aus dem Harz, manchmal Destillat (farfalla) und kommt in der Aromatherapieliteratur wenig vor. Bei Eliane Zimmermann im Buch für Pflege- und Heilberufe findet man eine Inhaltsstoffeangabe, einige Anwendungsgebiete, Warnung vor Erbrechen und Hautreiz bei Überdosierung. Es soll helfen gegen: Bluthochdurck, Hämorrhoiden, Distress, Wunden, Nervosität, bronchiale Erkrankungen... Obwohl bei Räucherfreunden und auch in esoterischer anmutenden Kreisen hier und da die Rede von Copaiva ist, eilt ihm kein sagenumwobener Ruf voraus - wie etwa Cistrose oder Patchouli oder anderen bekannteren Destillaten, die von konkurrierenden und immer wieder voneinandnader abschreibenden AutorInnen auf wenige Schlagworte eingeebnet werden. Bei Copaiva steht einer gründlichen Selbsterfahrung noch kaum etwas im Wege.
Der Duft haut einen nicht auf den ersten Nasenkontakt vom Hocker - besteht schließlich hauptsächlich aus zurückhaltenden Sesquiterpenen, kein vorlautes Monoterpen, das durch seine Präsenz irgendwelche Assoziationen reinbrüllt. Beim genaueren Hinriechen ergibt sich so eine leicht vetiverige Ahnung und schon ist es um mich geschehen. Ich fange an mich ganz langsam zu entspannen, meine Atemfrequenz beruhigt sich, der ganze Vorbereitungsdruck für die Festtage verschwindet unter einer balsamischen Ausgeglichenheit. Eigentlich wollte ich nur ein Hämorrhoidenöl für einen geplagten Notfallpopo mischen und ertappe mich dabei, wie ich Copaiva zusammen mit Petit Grain in den Vernebler gebe. Die Wirkung auf alle Mitbewohner ist unüberseh- und hörbar: Es kehrt Frieden ein, nervöses Hin- und Hergerenne, verzweifeltes Speicherakrten suchen, Geschenkpapierrascheln, noch Schnelldaunddortaufräumen müssen - alles wird ruhiger entspannter. Ein kleines Weihnachtswunder. Noch stimmungsvoller wird es mit der Maienfleser Clementine, in dulci jubilo! Sehr empfehlenswert für alle, die dem weihnachtlichen Verwandtschaftsrummel mit gemsichten Gefühlen und schlechten Erfahrungen entgegenblicken: Weniger Zimt und Nelken - die beiden erhitzen bei emotionalen Ausnahmesituationen und gruppendynamischen Grenzerfahrungen meiner Beobachtung nach die Gemüter zusätzlich. Copaiva ist eine Festtagsalternative, die der Weihnachtsbotschaft wie kaum ein anderes Öl zu so praktischer Umsetzung verhilft. Es werde Friede auf Erden - fangen wir in unseren Wohnstuben damit an!
Frohe Weihnachten und danke fürs treue Lesen!








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Wer kennt ihn nicht, den Abspann der Zeichentrickserie "Biene Maja" untermalt von dem gleichnamigen Ohrwurm mit Karel Gotts Stimme? Für mich seit früher Kindheit der Inbegriff des absoluten Tagtraums: Ich wollte mich immer gerne wie diese Biene, die ich meine und der nach eigenen Angaben superfaule Willy auf Seerosenblättern treiben lassen. Leider gabs die nicht in meiner Größe. Aber diese hier im botanischen Garten zu Erlangen würden mich in voller Größe fassen - ob sie mich auch tragen würden, wage ich zu bezweifeln. Aber man kann wenigstens am Beckenrand davon träumen, sanft auf den Wellen geschaukelt zu werden, mannshohe Lotusblumen nicken majestätisch den Takt dazu. Alles fließt in dieser schönen Sommerzeit! Nicht zu heiß, nicht zu nass lässt sich der Rhythmus des Ferienlebens leicht ertragen. Vorfreude auf die morgige Sommermusikwerkstatt - Beginn überigens schon um 15.00Uhr - und gute Lektüre machen zusätzlich prima Laune. Achja natürlich der Apfelstrudel von den gefallenen Kornäpfeln mit ziemlich viel Zimtzucker und Vanille und Vanilleeis gehören selbstverständlich auch dazu. Und das ist die Lektüre: Hört sich an wie der Traum vom Fliegen und ist doch wissenschaftliche Realität in Deutschland! Kunst, Therapie und Wissenschaft gehen Hand in Hand, praxiserprobt und seelenvoll!So viele kluge Köpfe und offene Herzen in einem Buch! Unbedingt lesen!









