Montag, 24. Dezember 2012

Friede auf Erden!

Mein Weihnachtsgeschenk für euch liebe LeserInnen: eine festliche Liebeserklärung an ein wenig bekanntes Öl. Copaivabalsam, meist ein Extrakt aus dem Harz, manchmal Destillat (farfalla) und kommt in der Aromatherapieliteratur wenig vor. Bei Eliane Zimmermann im Buch für Pflege- und Heilberufe findet man eine Inhaltsstoffeangabe, einige Anwendungsgebiete, Warnung vor Erbrechen und Hautreiz bei Überdosierung. Es soll helfen gegen: Bluthochdurck, Hämorrhoiden, Distress, Wunden, Nervosität, bronchiale Erkrankungen... Obwohl bei Räucherfreunden und auch in esoterischer anmutenden Kreisen hier und da die Rede von Copaiva ist, eilt ihm kein sagenumwobener Ruf voraus - wie etwa Cistrose oder Patchouli oder anderen bekannteren Destillaten, die von konkurrierenden und immer wieder voneinandnader abschreibenden AutorInnen auf wenige Schlagworte eingeebnet werden. Bei Copaiva steht einer gründlichen Selbsterfahrung noch kaum etwas im Wege.
Der Duft haut einen nicht auf den ersten Nasenkontakt vom Hocker - besteht schließlich hauptsächlich aus zurückhaltenden Sesquiterpenen, kein vorlautes Monoterpen, das durch seine Präsenz irgendwelche Assoziationen reinbrüllt. Beim genaueren Hinriechen ergibt sich so eine leicht vetiverige Ahnung und schon ist es um mich geschehen. Ich fange an mich ganz langsam zu entspannen, meine Atemfrequenz beruhigt sich, der ganze Vorbereitungsdruck für die Festtage verschwindet unter einer balsamischen Ausgeglichenheit. Eigentlich wollte ich nur ein Hämorrhoidenöl für einen geplagten Notfallpopo mischen und ertappe mich dabei, wie ich Copaiva zusammen mit Petit Grain in den Vernebler gebe. Die Wirkung auf alle Mitbewohner ist unüberseh- und hörbar: Es kehrt Frieden ein, nervöses Hin- und Hergerenne, verzweifeltes Speicherakrten suchen, Geschenkpapierrascheln, noch Schnelldaunddortaufräumen müssen - alles wird ruhiger entspannter. Ein kleines Weihnachtswunder. Noch stimmungsvoller wird es mit der Maienfleser Clementine, in dulci jubilo! Sehr empfehlenswert für alle, die dem weihnachtlichen Verwandtschaftsrummel mit gemsichten Gefühlen und schlechten Erfahrungen entgegenblicken: Weniger Zimt und Nelken - die beiden erhitzen bei emotionalen Ausnahmesituationen und gruppendynamischen Grenzerfahrungen meiner Beobachtung nach die Gemüter zusätzlich. Copaiva ist eine Festtagsalternative, die der Weihnachtsbotschaft wie kaum ein anderes Öl zu so praktischer Umsetzung verhilft. Es werde Friede auf Erden - fangen wir in unseren Wohnstuben damit an!
Frohe Weihnachten und danke fürs treue Lesen!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Ich bin so guter Dinge,...

...weil ich ein neues Lieblingsspielzeug hab (und ein Goethezitat ausm Kopf, ich Angeber)! Das Spielzeug stammt wie so viele meiner Lieblingsdinge aus Maienfels und nennt sich "Schnupperbox Citrusgarten". Sage und schreibe 14 verschiedene Zitrusöle sind da in 1ml-Fläschchen in gewohnt hübschem Maienfelserdesign verpackt und riechen so betörend, dass ich mich mit einem Priserl Zypressenstrenge wieder auf Linie bringen muss. Gerade duftet Clementine, meine neue Freundin, ganz nerolihaft aus dem Vernebler und verbindet sich in ihrer Lieblichkeit mit der edlen Autorität der Zypresse zu einer vollkommen fürstlichen Duftkomposition. Uiuiuii, jetzt mal Schluss mit dem Geschwafel, wer soll das denn alles lesen? Sind doch nur noch Stichworte und Eyecatcher, die uns interessieren! Eigentlich wollte ich Euch und mich auch gar nicht lange aufhalten nur soviel: Wer mal noch vor Weihnachten vorbeischnuppern will, Citrusgartenbox testen oder Last-minute-Geschenke, Verschnaufpause, was auch immer:

Die Aromapraxis ist ausnahmsweise geöffnet:
Heute bis 18.00 Uhr
Morgen, 20.12. Vormittag ab 10.00 bis 13.30 und ab 18.30 bis 20.00 Uhr
Freitag, 21.12. von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag 22.12. von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Am Hl. Abend von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr

In den Weihnachtsferien gelten meine Öffnungszeiten nicht wie gewohnt. In der ersten Ferienwoche bin ich weg. In dringenden Fällen bitte eine SMS schicken, die lese ich am ehesten: 0175/5550012

Montag, 17. Dezember 2012

Prioritäten und Normen

Ungefähr 92% der Menschen in Deutschland gucken täglich fern, ungefähr 13% musizieren täglich. (Das steht geschrieben auf dem Flyer eines großen benachbarten Musikhauses, zitiert wird da die Studie einer noch größerennicht ganz benachbarten Marktforscherei) Wieder ein Beweis, dass die Mehrheit nicht immer Recht hat. Der Flimmerkasten hat das Lagerfeuer ersetzt. Keine Zeit zum Spielen, leise berieselt uns das Klischee aus normativen Castingshows und verleidet den Kindern die eigene Stimme, raubt ihnen die Geduld am Ausprobieren. Schade. Hey Ihr dreizehn Prozent da draußen wo seid Ihr? Ich bin eine von Euch!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Von Sinnen

Berlin - Kurfürstendamm, erstes Adventswochenende.
Was suchen wir denn auf den ganzen Weihnachtsfeiern, -märkten, -konzerten? Ich blicke etwas ratlos in rastlose Gesichter, höre genervte Mütter mit wilden kleinen Konsummonstern zanken, lasse akustische Nötigung über mich ergehen, spüre den eigenen Zeitdruck. Dabei stimmt doch alles, sogar weiß sind die Giebel, Türmchen und Marktstände. Schön kalt, Glühwein und Punsch schön süß. Advent, Advent: wir rauschen auf Weihnachten zu. Fehlt nur noch innere Einkehr. Fehlt gerade noch oder hätte uns ja gerade noch gefehlt. Vielleicht können wir die stade Zeit zwischen den Jahren nachholen und kommen dann wieder zur Besinnung. Wer nicht so lange warten mag, kann sich vorher schon was Gutes für Atemwege und Nerven tun. Heute im Vernebler:
je zwei Tropfen
Zirbelkiefer - Ihr wisst schon, tief weit, rein, überlegen und so.
Fenchel süß - beruhigt nicht nur nervöse Bäuchlein sondern auch Seelen, hilft dem Schleim beim Abfließen und hat sowieso demnächst hier ein Extraloblied verdient
Copaiva Balsam - meine heimliche harzige Leidenschaft, nervenbruhigend, schleimhautschmeichelnd und so friedenstiftend! Auch mal einen eigenen Post wert eigentlich. Ich brauch nur mehr Beifall, sonst mach ich nicht mehr mit - ich sehs an den Klicks, Ihr seid alle noch da!
Grapefruit extra - ach dazu habe ich schon viel erzählt und könnte immer wieder von neuem ins Schwärmen geraten. In dieser Mischung gibt sie nicht nur den Frischekick sondern rundet die Sache so fruchig herb ab, dass ich schon die ganze Zeit das Gloria in excelsis auf den Lippen habe, so riecht nämlich diese Mischung insgesamt!

Dienstag, 11. Dezember 2012

Selbstbild


 
Kennt jemand diese beiden Damen?
Hin- und hergerissen zwischen Rollen und Aufgaben versuche ich mich beides verknüpfend künstlerisch an einer Selbstfindung. In den Randstunden des Tages ernähre ich mich hauptsächlich von Resten halbflüssiger Kuvertüre (bio und fairtraide, schließlich ist bald Weihnachten), Kekskrümeln, eingetrocknetem Zuckerguss und Musik. Der Hals meiner Gitarre klebt verdächtig... Handy und Waschmaschine piepsen um die Wette. Kundenwünsche in der Aromapraxis wollen schleunigst erfüllt werden und wann muss ich eigentlich heute wen im Kindergarten abholen? Wer kommt heute wann zum Musizieren? Ach ich freu mich, ich mache wirklich nur, was mir gefällt, widde widde witt und drei macht neune! Aber ich verliere mich zwischen all den schönen Beschäftigungen und es mischen sich Notenblätter mit Plätzchenrezepten, Schmutzwäsche mit Nähprojekten. Keine Angst: Das gibt jetzt keine niedliche Kokettiererei mit meinem Hang zum Unstrukturierten und auch keinen "ach was bin ich für ein sympathischer Chaot"- Post. Ich werde hier gleich in Rezeptform die Lösung für die genannten Probleme, die alle MultitaskingheldInnen kennen, präsentieren. Muss nur noch kurz Wäsche aufhängen. Moment bitte (treppauftreppabtreppaufklapperschüttelklapperseufzwositdieanderesockewasmachtdas
rotehandtuchdadrinmistderfleckgingnichtrausachwasriechtdaswiederfein).
 
Die Rettung kommt natürlich aus der Duftlampe bzw. dem Vernebler und setzt sich folgendermaßen zusammen:

Je zwei Tropfen
Zirbelkiefer - atme ruhig und vor allem tief durch, bewahre den Überblick.
Wacholder- mit der nötigen Distanz schützt Du Dich vor Überforderung.
Zypresse- Du weißt wo es lang geht, Du trennst Wichtiges von Unwichtigem ganz nach Deinen Kriterien!

Und die richtige Musik dazu hören: http://youtu.be/CtPT_E8-p3I David Qualey, A childhoods Dream. Das durfte ich kürzlich live erleben.

Montag, 26. November 2012

Schön verbackt

Ein Abend rund um saisonale ätherische Köstlichkeiten in der
Neuen Apotheke Stegaurach, zu dem  mich Apothekerin Bettina Thiel als Referentin eingeladen hat. Ich freue mich schon darauf, mal wieder in meiner Lieblingsapotheke sein zu dürfen!
Schneeflöckchen mit Orangenblütenwasser - ein schnelles und kindermitmachtaugliches Plätzchenrezept, das gibt es unter anderem morgen zu probieren und gedruckt zum Nachmachen!
Morgen, Dienstag 27.11. um 19.30 Uhr erzähle ich alle meine ätherischen Weihnachtsgeheimnisse, bringe Versucherle mit und stehe für Fragen rund ums Thema Düfte, Küche und winterliches Wohlriechen zur Verfügung! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten unter 0951/2971795

Montag, 12. November 2012

Zum Wild werden

"Wollen wir wohl Wacholderbeere Werteste?" Leider finde ich keine Quelle zu diesem Zitat, sollte es wirklich von mir sein? Naja, wundern würden wir uns wohl. Wer weiß es besser?
Zeit für www in der Aromatherapie, das wollte ich damit nur sagen. Wanille, Wacholder weiters Wetiwer wärmen meinen winterergebenen wilden Geist und warten auf viele willige Nachahmer. Wacholder schützt und stärkt, Wetiwer - wer weiß das nicht, glättet Wogen! Wanille, ach Du milde Süße verwandle wilde Speißen und wahnsinnige Gedanken! Was wollen wir Wunder wirken und wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wetiwer hab ich noch nie in der Küche verwendet, werde es auch nicht tun. Wohl aber verduften mit Weißtanne, wundervolle Vertikale: Von den Wurzeln zu den Wolken weißt diese Wohltat!
Noch Fragen? Ach ja: Das da oben sind weder Wacholder noch Wanille sondern Maroni im Gras und die pieksen zum Wild Werden, passen aber auch gut zu demselben (Hirsch, Reh, Dam, was Ihr wollt), speziell, wenn sie mit Wacholderbeeren und Wanille zubereitet sind.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Back to the roots


 Zeit sich um die Kraftreserven zu kümmern. Säfte aus der Oberfläche zurückziehen und ab in die Speicher damit: So macht es die Natur und zeigt Farbe dabei. Was liegt näher, als saisonal inspiriert mit offenen Augen und Herzen Vorräte für kältere und grauere Zeiten anzulegen? Aromatherapeutisch sind jetzt die Wurzel-und Holzöle dran.Vor den Anfeindungen morgendlicher Nebelkühle schützt uns innerlich das Ingwerwasser zum Frühstück und körperlich die Ingwerdusche mit einem Tropfen purem ätherischem Ingweröl in der Hand in der dampfenden Duschkabine auf dem Körper verteilt- Kurt Schnaubelts bewährte Anwendungsform ist mit diesem Öl nicht nur ein Muntermacher sondern eine Stärkung des Immunsystems, das viele Stunden anhält. Vor seelischer Winderosion schützt mich bekanntlich Vetiverbeduftung, oft und mit Überschwang habe ich dieses Öl gelobt. Und äußerlich wenden wir kunstvoll geknüpfte, herbstlaubprächtige Schmuckstücke an, die Geschichten vom Sommer, dem Wandel und der Vergänglichkeit erzählen. Die gibt es zur Zeit in der Werkstatt für die Sinne zu bewundern und zu erwerben.




Freitag, 12. Oktober 2012

Windige Typen

So viel Vergnügen macht der Herbstwind nicht jedem...
Es zieht! Die ersten wirklich kalten und windigen Tage liegen hinter uns. Zugluftempfindlichkeit macht sich breit und ist immer ein Zeichen für ein angreifbares Immunsystem. Wer sich ständig dabei ertappt mit hochgezogenen Schultern fröstelnd nach der Quelle des kalten Luftstroms umzublicken, sollte das als ernstzunehmendes Alarmsignal seines Organismus werten. Warm halten, warm essen! Für die ayurvedisch Bewanderten ein klarer Fall von Vata-Erhöhung. Am besten abends und morgens nichts Kaltes zu sich nehmen. Das Frühstück kann doch auch mal ein warmes Apfelmus mit Gewürznelke, Sternanis (super Infektabwehr, weil Viren und Bakterien es dann schwer haben!) und Zimt (warm warm und nochmals warm) sein. Nicht gleich die Nase hochziehen, sondern ausprobieren! Es liegen noch so viele Äpfel unter Bäumen, die sammeln wir nachmittags schön beim Gassigehen auf und bringen dabei den Organismus in Schwung, statt stundenlang vor Facebook zu hocken und mit anderen um die Wette zu bibbern. Wer keinen Apfelbaum in der Nähe weiß, hat noch keine Ausrede: Die wundervolle Idee von www.mundraub.org ermöglicht allen das Auffinden und legale Nutzen von Obstbäumen, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Und dann wird geschnibbelt, das geht ratzfatz, der ein oder andere Apfelschnitz verschwindet roh im Mäulchen von rotbackigen Lenkdrachenpiloten and keeps the doctor away. Dann köcheln die Apfelstückchen mit etwas Wasser und den Gewürzen ein bisschen vor sich hin, bis es richtig musig ist und gut riecht. Alles Blödsinn und pseudoidyllischer Mamikitsch? Keiner kann mir erzählen, dass eine Supermarkttour mit Kind und Kegel weniger stressig und deshalb leichter zu bewältigen oder gar für alle Beteiligten mit genauso viel Erfolgserlebnis verbunden ist! Es kommt auf die Prioritäten an. Carpe diem.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Gute Tröpfchen

 Ätherische Helfer für die kalte Jahreszeit
- ein Schnupperabend am Mittwoch den 10.10.2012 um 20.00 Uhr in der Werkstatt für die Sinne, mehr Infos unter "Termine"



Montag, 1. Oktober 2012

Erntedank

Teil des Erntedankaltars in der Maria Kilian Kirche Mühlhausen
Goldener Oktober - die Floskel muss ich loswerden - segnet uns mit Farbenpracht und Fruchtfülle. Zeit für Familien- und Jahrgangstreffen, Besinnung auf die eigene Herkunft, während die Natur die Säfte in den Wurzeln konzentriert. Begegnungen in buntem Übermaß und mit der eigenen Vergänglichkeit versorgen die Seele mit der richtigen Mischung aus bitter und süß. Damit wir auch für die bereits angebrochene Infektsaison vorbereitet sind, greifen wir in der Aromatherapie zu stabilisierenden Wurzelölen und runden deren Herbheit mit der fruchtigen Süße von Zitrusfruchtaromen und der Lieblichkeit von kostbaren Blütenölen ab. Meine Favoriten dieser Tage sind Angelikawurzelöl, Vetiver, Grapefruit und die destillierte Damaszenerrose. Am besten in einen Balsam eingearbeitet und auf den Solarplexus gestreichelt oder aufs Kreuzbein. Ganz schön wertvoll, passend zum goldenen Oktober eben. Das Immunsystem  der ganzen Familie wird es danken - Gesundheit ist schließlich nicht in Gold oder sonstwelchen materiellen Werten aufzurechnen.

Mittwoch, 19. September 2012

"Am liebsten nur die Schwarzen

brauch ich für mein Lied die chinesische Eisenbahn."  So nennt der achtjährige Klaviervirtuose eine seiner zahlreichen schönen Improvisationen. Und er macht dabei instinktiv auch noch Klangtherapie für die ganze Familie: Wenn man nur die schwarzen Tasten spielt, erklingt pentatonische (fünftonige) Musik. Diese gilt in der Musiktherapie als besonders harmonisierend, entspannungsfördernd und beruhigend. Kann man alles wundervoll messen und wissenschaftlich belegen: Menschen lassen sich für uns in Labors in die Köpfe gucken, Saugnäpfe am Schädel festschnallen, Hirnströme messen, während sie Tonreihen über Kopfhörer vorgespielt bekommen, weil sonst ist das ja nicht seriös, wenn es einem einfach so wohl wird bei der Musik. Kann ja jeder behaupten, dass ihm das gut tut! Also bestimmt kein Esoterikheititei nur keine Angst! Unsereinem wird erst wohl, wenn jemand im weißen Kittel mit Studienergebnissen über etwas triumphiert, was in anderen Kulturen seit tausenden von Jahren bewährte schamanische Praxis ist. Noch wohler wird uns, wenn die Seriosität des Wissnschaftlers und seiner Studie von Günther Jauch abgenickt wird. Huch ich schweife ab, is doch wahr Mensch, wenn immer alles bewiesen werden muss,was längst offensichtlich ist.  Zurück zur Sache: Warum ist das mit den Fünftonreihen so wirkungsvoll für die Harmonie? Es fehlen die Halbtonschritte, welche in der "normalen" Musik für Spannung und Dissonanz sorgen. Pentatonische Tonleitern stehen mutmaßlich immer am Anfang musikalischer Entwicklungen: Naturvölker musizieren mit pentatonischen Tonleitern. Selbst wenn man gar nicht musikalisch ist - oder sich das einredet - und noch keinerlei Erfahrung auf einem Instrument hat, kann man mit einer Fünftonreihe wohlklingende Musik für Leib und Seele erzeugen. An die Tasten und losklimpern, es kann nichts passieren! Und wer kein verwaistes Klavier (davon gibt es in deutschen Wohnzimmern mehr, als man glauben möchte) rumstehen hat, kann sich auch mit einfacheren Instrumenten helfen. Es müssen nicht die schwarzen Tasten sein. Auf dem Xylophon, der Blockflöte oderoderoder kann man beispielsweise mit C, D, G und A in wechselnder Reihenfolge schöne Klangfolgen erzielen und sich gut fühlen.

Die Ausführungen über Pentatonik finden sich neben vielen anderen für musikalische Laien sehr gut geeigneten in diesem wundervollen Buch!
Produkt-Information

Samstag, 15. September 2012

Die ganze Wahrheit

...bei der erfolgreichen Behandlung der Mandelinfektion ist  die Weihrauchgeschichte natürlich nicht. Der Patient kam nämlich an den ersten beiden Tagen auch noch in den stündlichen Genuss einer ebenso schmackhaften wie wirkungsvollen inneren Anwendung:
 2TL Honig werden mit je einem Tropfen Bergamotte und Thymian thujanol  - THUJANOL, dieser seltene wundervoll duftende Chemotyp, der meines Wissens nur in einem äußerst begrenzten Anbaugebiet in Südwestfrankreich vorkommt. Geht natürlich auch mit Thymian linalool aber die durchschlagende Wirkung, wie ich sie kenne und schätze hat nur der o.g.
gut verrührt und mit sehr warmem aber nicht heißem Wasser ca. 0,2 l aufgefüllt und ausgetrunken. Schmeckt und hilft! Warum das so ist, schreibe ich vielleicht die Tage  noch auf, wenn die vielen Stummen Genießer dieses Blogs anständig darum bitten :-)

Und das gibts Neues in der Werkstatt: Termine

Freitag, 14. September 2012

Weihrauch

Boswellia sacra , der Weihrauchbaum, aus dessen Harz das unten besungene ätherische Öl destilliert wird - ich frage mich, woher ich dieses Foto habe, der rechtmäßige Urheber möge sich melden und oder mir verzeihen. In meinen Pflanznebildern befinden sich ein paar wenige Gaben anderer, ich schmücke mich ungern mit fremden Federn, leider habe ich bei diesem Bild nichts vermerkt. Eliane, ist das vielleicht von Dir?

 
Ja nein es ist natürlich weder Weihnachten noch verwechsle ich den jüngsten Temperatursturz mit den Rauhnächten. Das ätherische Weihrauchöl verströmt wegen einer eitrigen Mandelinfektion beim Drittklässler seit ein paar Tagen seinen charakteristischen Duft. Zum Glück lehnt kein Familienmitglied dieses Aroma ab. Und die Eiterung, Rötung, Drüsenschwellung ist abgeklungen. Keine Schluckbeschwerden mehr und schon gar kein Antibiotikum nötig. Weihrauch gehört in der Aromatherapie eigentlich eher in die Rheumaecke, verdient aber bei den typischen Kinderhalsnasenohrenkrankheiten durchaus auch Beachtung: Es ist hautmild, kann in der akuten Phase sogar pur äußerlich auf die Halslymphknoten aufgebracht werden. Eine geniale Duft- und Wirtkungsteamarbeit leistet es in diesem Zusammenhang mit Ravensara (ex cinnamomum camphora). Ganz viele Fliegen mit einer Klappe: Schmerz wird gelindert, Entzündung gestillt, Bakterien gekillt, Viren unschädlich gemacht, die oberen Atemwege freigehalten und die Ansteckungsgefahr für den Rest der Familie eingedämmt. NA ist das was?! Tja man muss es nur riechen können. Interessanterweise haben Kinder mit dem Weihrauchölduft gar nicht so große Probleme. Und bei Erwachsenen habe ich oft das Gefühl, dass eher der Name als der Duft die Nase des Betrachters in Falten legt. Bei "Blindverkostungen" erziele ich wesentlich mehr Duftakzeptanz und erst bei der Enthüllung des Namens auf dem Fläschchen einen irritierten Gesichtsausdruck...
Aber das mit der puren Anwendung habe ich natürlich gar nicht gesagt, das geht nur bei meinen Kindern! Und die riechen sooo gut und noch besser: Wenn das kränkelnde Kind nicht nur nach Boswellia sacra am sondern auch noch nach Damaszenerrose aus dem Hals duftet. Meine Lobgesänge auf die Allheilkraft von Rosenwasser sind an anderer Stelle im Blog nachzulesen.

Mittwoch, 5. September 2012

Ewigkeit

"Aber es gehört zur Ewigkeit ebenso das Bild jeder echten Tat, die Kraft jedes echten Gefühls, auch wenn niemand davon weiß und es sieht und aufschreibt und für die Nachwelt aufbewahrt. Es gibt in der Ewigkeit keine Nachwelt, nur Mitwelt."

 Aus Hermann Hesse: "Der Steppenwolf"

Dienstag, 4. September 2012

Leib und Geist

So zwischen Leib und Geist
Zögert der Schöpfung gebrechlichstes Kind,
Zitternde Seele Mensch, des Leidens fähig
Wie kein anderes Wesen,
Und fähig des Höchsten:
Gläubiger, hoffender Liebe.
Hermann Hesse "Besinnung"

Ohne rosa Brille aber um eine Erfahrung reicher muss ich sagen: Genießt das Leben, es ist das Beste, was es auf der Welt gibt!


Durch die rosa Brille...

...betrachtet hat auch der Spätsommer seine Reize! Die Werkstastt für die Sinne ist wieder geöffnet, allerdings befinden wir uns bis Schulbeginn noch im Ferienmodus: Keine Uhr, kein Handy nur Kokosöl auf brauner Haut und letzte Freibadplanschereien. Wer dringed was aus der Aromapraxis oder der Werkstatt braucht, ruft sicherheitshalber vorher an, werde mich um ungefähre Einhaltung der Öffnungszeiten so langsam wieder bemühen. Das Kokosöl ist übrigens kalt gepresst, von den Maienfelsern und riecht und schmeckt nach Sommer und Pina Colada (da kommt bestimmt irgendwo noch eine Schlängel auf irgendein n) und verfeinert nicht nur das sonnengegerbte Hautbild sondern auch Süßspeisen und das ganze nahende Ende des dolce far niente! O sole mio und bis bald, Ihr SonnenanbeterInnen alle!

P.S.: Was ist das nur für ein rosa Altweibersommerblütchen? Wer weiß das? Ach Ihr habts druchschaut: Wieder so ein plumper Versuch, die Kommentarlaune zu stimulieren. Also schön ich sags Euch: es ist eine Sommeranemone - weder aroma- noch phytotherapeutisch auffällig nur fürs Auge und die Seele, lenkt den Blick zur Mitte.

Freitag, 17. August 2012

Blau machen

was strahlt da so? Ein kaiserliches Mandala!
Aromula macht blau! Kräfte konzentrieren, körperliche sowie geistige Ressourcen pflegen und saumäßig faulenzen, jawoll, da könnt Ihr Euch drauf verlassen, das werd ich tun. Bis einschließlich 3.9. baumele ich mit der Seele und kreise ausschließlich um die eigene Mitte. Kann ich nur empfehlen! Musik, Duft und Hülle gibt es für die Werkstattkundschaft danach wieder in noch besserer da ausgeruhter Qualität und zu den bekannten Öffnungszeiten, die inzwischen nicht gelten! Bis dahin carpe diem et noctem Ihr Lieben!

Freitag, 10. August 2012

Biene Maja

Foto Wer kennt ihn nicht, den Abspann der Zeichentrickserie "Biene Maja" untermalt von dem gleichnamigen Ohrwurm mit Karel Gotts Stimme? Für mich seit früher Kindheit der Inbegriff des absoluten Tagtraums: Ich wollte mich immer gerne wie diese Biene, die ich meine und der nach eigenen Angaben superfaule Willy auf Seerosenblättern treiben lassen. Leider gabs die nicht in meiner Größe. Aber diese hier im botanischen Garten zu Erlangen würden mich in voller Größe fassen - ob sie mich auch tragen würden, wage ich zu bezweifeln. Aber man kann wenigstens am Beckenrand davon träumen, sanft auf den Wellen geschaukelt zu werden, mannshohe Lotusblumen nicken majestätisch den Takt dazu. Alles fließt in dieser schönen Sommerzeit! Nicht zu heiß, nicht zu nass lässt sich der Rhythmus des Ferienlebens leicht ertragen. Vorfreude auf die morgige Sommermusikwerkstatt - Beginn überigens schon um 15.00Uhr - und gute Lektüre machen zusätzlich prima Laune. Achja natürlich der Apfelstrudel von den gefallenen Kornäpfeln mit ziemlich viel Zimtzucker und Vanille und Vanilleeis gehören selbstverständlich auch dazu. Und das ist die Lektüre: Hört sich an wie der Traum vom Fliegen und ist doch wissenschaftliche Realität in Deutschland! Kunst, Therapie und Wissenschaft gehen Hand in Hand, praxiserprobt und seelenvoll!So viele kluge Köpfe und offene Herzen in einem Buch! Unbedingt lesen!
Produkt-Information

Dienstag, 17. Juli 2012

Schlechtes Wetter...

...kennen Kinder nicht. Und dabei muss man nicht einmal mit dem berühmten Spruch vom schlechten Wetter und der unpassenden Kleidung langweilen. Das frage ich mich schon recht lange: Warum bestrafen wir Mitteleuropäer uns für unsere bescheidenen Sommer auch noch mit äußerst unästhetischer sogenannter Outdoorkleidung? Aber ich schweife ab. Während also wir Erwachsenen etwas ratlos und vom Wind zerzaust den Juli fragen, mit welcher Berechtigung er sich eigentlich heuer so nennt, schlüpft zum Türspalt hinaus ein Sommerkind, lässt Gummihose und -Stiefel mitsamt den darin enthaltenen Weichmachern (cool oder? Weichmacher, nur was für Warmduscher), in der Ecke und freut sich am Farbspiel von Sommerzehnagelfarben - hey alles öko, ne! - in schlammbrauner Pfütze. Und wer es diesem Sonnenscheinchen nachmachen will aber Angst vor Krankheit, Gebrechen und kalten Füßen hat, muss halt vorher ein Fuß- und Launewunderöl mischen und hinterher auftragen oder noch besser auftragen lassen:

50ml Johanniskrautöl
5 Tr. Bergamotte: let the sun always shine on you!
5 Tr. Ingwer: die Sonne scheint immer, auch wenn wir sie nicht sehn!
5 Tr. Pfeffer schwarz: manchmal wünscht man sich dahin, wo der wächst.
5 Tr. Osmanthus 5% (..., hach)
2 Tr. Thymian thymol - Thymian auf die Füße: immer gut für den Mut!
3 Tr. Vetiver: hilft gegen Winderosion im Gemüt, besonders wenns schön altes, zähes ist und beugt auch noch Krampfadern vor.

... und wenn die Sonne wieder rauskommt, kommt das Öl weg, weil Bergamotte und Johanniskrautöl sonst Pigmentflecken machen könnten, gell!

Dienstag, 10. Juli 2012

Sommermusikwerkstatt

Im Rahmen eines kleinen Sommerkonzertes begrüßen wir in der Werkstatt für die Sinne die bayrischen Spätsommerferien. Alle Musiküsse von Aromula machen mit. Es gibt Flötentöne, Gitarrenklänge von und für groß und klein,Trommeln, Xylophon, Melodika, Regenrohr, Windspiel, Donnerdingsbums und was uns sonst so in die Hände fällt. Alle üben schon fleißig und freuen sich auf Publikum und Mitspieler! Wenn ich Glück habe bereichert sogar noch eine junge Klarinettistin das Ensemble. Zusammenspielfreude und zum Ausklang harmonisches Beisammensein sollen das Motto des Nachmittags sein. Schräge Töne erlaubt, Außensaiter willkommen!
Am 11. August um 17.00 Uhr.

Wer (noch?) nicht zu den Musikschülern der Werkstatt für die Sinne gehört und sich dafür interessiert, wie es hier klingt, kann nach Rücksprache gerne reinhören!

Donnerstag, 24. Mai 2012

Schnuppertag

Jajaja, ich weiß, dieser Rhododendron duftet nicht. Aber wie schon an anderer Stelle beschrieben: Das Auge riecht mit. Warum wir trotzdem immer wieder unsere Nasen in solche Dinge stecken und was das mit uns macht, erkunden wir beim Schnuppertag!
Bei den Terminen findet sich die Beschreibung und die Einladung zu einem Schnuppersamstag in der Werkstatt für die Sinne! Anmeldungen bitte per Mail oder fernmündlich!

Dienstag, 15. Mai 2012

Suchbild

Wer mindestens fünf Unterschiede zum letzten Foto findet, bekommt eine kleine Überraschung! Die Bildqualität ist absichtlich so schlecht. Wer's scharf sehen will, muss schon vorbeikommen und sich seinen Preis abholen!

Montag, 7. Mai 2012

Alles neu...

...macht der Mai ja vielleicht nicht, aber des Reimes wegen muss er dafür alljährlich herhalten oder wie sollten Neuerungen im Januar, Februar, März April oder gar Oktober kalendarisch poetisch verknüpft werden?? Ich bin auf geistreiche gereimte Gesprächsstöffchen gespannt! In der Zwischenzeit reibe ich meiner werten Leserschaft die Neuerungen in Sachen Aromula unter die Nase: Was für ein Glück für den vielgerühmten Mai, dass wir mit den Renovierungen und dem innerhäuslichen Umzug der Aromapraxis so lange gebraucht haben - nämlich von Oktober bis jetzt!  Neueröffnung: Es ist zwar noch nicht alles an Ort und Stelle, aber vorbeischnuppern lohnt sich auf jeden Fall: Die chaotischen Bedingungen der letzten Monate, die Abfertigungen zwischen Tür und Angel, die meine liebe Kundschaft so höflich ertragen und mir trotzdem immer die Treue gehalten hat, gehören der Vergangenheit an! Mit einer kleinen Aufwartung möchte ich mich bei allen, die noch im Mai vorbeischauen für die Geduld bedanken! Das Angebot aus der Werkstatt wird täglich wachsen, sich wandeln. Die bewährten Produkte aus der Aromatherapie gibt es zuverlässig alle weiterhin.
Und hier sind sie ganz frisch und noch ofenwarm
 - die neuen Öffnungszeiten:

Montag  17.30 - 19.00 Uhr
Dienstag 17.30 - 19.00 Uhr
Mittwoch nur nach Absprache!
Donnerstag 11.00 - 13.30 Uhr
Freitag nur nach Absprache
Samstag in regelmäßigen Abständen Tag der offenen Werkstatt mit wechslenden Werkel-, Vortrags-, Kultur- und Musizierangeboten! Termine werden hier bekanntgegeben oder auf Wunsch per Mail!

...und außerhalb dieser Zeiten weiterhin wie gehabt auf gut Glück, wenn ich unter der Dusche, in der Hängematte oder ganz abwesend bin, genieß den schönen Innenhof und versuch's ein ander Mal wieder!

Freitag, 27. April 2012

Blühende Fantasie

Tulpen trinken sich mit gierig gereckten Hälsen am Sonnenlicht satt. Erste Blütenkränzchen zieren blonde, braune, rote, schwarze Mädchenköpfe, die noch ganz luftungewohnt die warmen Kopfbedeckungen abgenommen haben. Wiesenschaumkraut, Braunelle, Gundelrebe, Vogelmiere, Löwenzahn - welcome back! Und ach die Baumblüte, es schneit Blütenblätter und die Vergänglichkeit zupft uns bei all der Vormainachtswonne zart am Ärmel. Schnell die Duftlampe ins Regal zurück, wir wollen draußen inhalieren, verlorene Düfte vom vergangenen Jahr wiederfinden oder besser noch aus der Kindheit, sonst geht uns hier der poetische Gaul durch oder Mörike! Nur eben schnell das Handgepäck auffüllen mit:
Rosenwassersprühfläschchen - bei Juckreiz jedweder Provenienz ein Sprühstoß ins Gesicht bei Bedarf auch in den Rachen und dem Frühlingsgenuss steht nichts mehr im Wege.
Lavendelöl - bei sofortiger Anwendung auf Insektenstichen gute Aussicht auf Unjuckbarkeit.
Tatütataaa -  super mega geheime nur für Insider zu habende Ölmischung für kleine und größere Verletzungen, die zuvor noch mit Rosenwasser gereinigt werden können.
Ja das wärs schon, alles andere gibts draußen: Leben Lachen Grün und Vogelgezwitscher! Wir sehen uns auf der Wiese!

Donnerstag, 26. April 2012

Neue Saiten

Es heißt ja übrigens Gitarre spielen. Mit neuen Saiten den Spieltrieb befriedigen, was will man noch mehr? Verstimmungen sind leicht zu beheben. Einklang mit dem Dasein, Einverständnis mit dem, was ist: D'accord! Duftender Dreiklang in der Duftlampe als Begleitung: Petitgrain (riecht wie die schönsten Etüden von Fernando Sor klingen) Grapefruit (naja yeah eben) und Zeder (wie die Decke der Gitarre). Wer eher lateinamerikanische Rhythmen bevorzugt, tauscht Grapefruit gegen Limette und Ihr Hippies könnt ruhig noch ein bisschen Patchouli nachlegen. Peace ey! Und alle Passivgitarristen suchen sich auf Youtube den Channel von David Qualey! Die anderen kennen den sowieso schon. Viel Vergnügen!



Play guitar: Gitarrenschule 1: 96 neue Stücke von Klassik bis PopFür Autodidakten und alle anderen Neueinsteiger die beste Schule, die zur Zeit auf dem Markt ist! Für Wiedereinsteiger und alle, die mal einen Saitensprung wagen wollen natürlich auch! Und für alle in meiner Nähe: Anrufen, Schnupperstunde ausmachen!













Mittwoch, 18. April 2012

Diesseits von Eden


Citrus paradisi
Pink Grapefruit, yeah! Heute verspreche ich Euch das Paradies auf Erden: Es riecht genau so, nicht zu süß und nicht zu bitter nicht zu zitrusig und doch so frisch. Reinigt die Raumluft, verjagt Müdigkeit, Sorgen und Krankheitserreger - das hört sich ja wieder an, Mensch! Wir wollten doch seriös werden und Fakten sprechen lassen! Ach dann probierts halt aus: Bisher habe ich noch nie erlebt, dass jemand beim Riechen am Fläschchen mit Grapefruitöl die Nase hochgezogen und mit erhobenem Zeigefinger Zweifel an den Fähigkeiten dieser rosa Wolke formuliert hätte. Das Geheimnis ist der Frischekick: Nirgends, NIRGENDS sonst ist diese Vokabel in meiner Nähe erlaubt. Nur der Duft der rosa Grapefruit darf aus mehrerlei Gründen so genannt werden: Wir riechen mindestens fünf Jahre jünger, als wir sind, wenn wir uns von der Pampelmuse (eine enge Verwandte, die citrus maxima) küssen lassen. Das ist auch schon irgendwo studienmäßig belegt und nicht auf meinem euphorischen Mist gewachsen. Aber à propos: Euphorisch ist natürlich nicht von ungefähr, weil hier riecht es dermaßen fruchtig, dass man mir das schon nachsehen muss. Und dabei fördert dieser Wohlgeruch nicht nur die gute Laune sondern auch die Konzentrationsfähigkeit, verjagt müdigkeitsbedingte Kopfschmerzen und den letzten Rest eines hartnäckigen Atemwegsinfekts. Eine super Alternative, wenn wir uns schleimrasselnd durch die ganzen Nadelgehölzessenzen inhaliert haben und das Immunsystem immer noch im Wald steht anstatt mal den Frühjahrsputz im letzten Winkel der verschleimten Bronchien und Nebenhöhlen zu starten. Also in der Kategorie Stimmungsaufhellung bekommt die pinke Duftbombe sowieso eine Eins und als Krankenpflegerin auch! Ja was kann denn dieses saftige Pardiesfrüchtchen noch alles? Bei manchen wirkt der Geruch wie ein Appetitzügler und macht somit indirekt schlank. Alle andern können wenigstens auf die straffende Wirkung in einer Anti-Cellulite-Ölmischung hoffen. Hach, straff und jung, wer will das nicht sein - da ist doch ein kleiner bitterer Beigeschmack im Abgang? Jedenfalls gehört die Pink Grapefruit bei Jung und Alt unbedingt in die aromatherapeutische Hausapotheke - für mich von der Zitrusfamilie die wichtigste Vertreterin! In der Vitrine gibts was Passendes zum Thema!

Montag, 16. April 2012

Drehungen

Heute schon getanzt? Oder wenigstens gestern? Wann drehen wir uns mal um die Längsachse außer morgens im Bett, wenn der Wecker klingelt? Von der Horizontalen mag ich gar nicht reden, Purzelbäume schlagen, das war einmal. Drehen wir uns nicht, weil wir steif sind oder werden unsere Körper starr, weil wir aufhören uns zu drehen? Ein paar Umdrehungen sind gut für die Beweglichkeit und die Laune. Flexibilität ergibt sich bei drehbaren Körpern von selber und macht auch noch Spaß. Erst räkeln, dann wälzen, danach aufstehen und tanzen. Zu albern? Zu kindisch? Na dann versuchs mal mit Grapfruitbeduftung, das macht jünger im Gemüte und vertreibt graue Aprilwolken aus der Seele.
Dreh dich und versteh dich: 4 Feldenkrais-Lektionen in Bewusstheit durch Bewegung -

Freitag, 13. April 2012

Schaufensterbummel

Seit heute gibt es eine virtuelle Werkstattvitrine mit ständig wechselnder Auslage: Alles was in der Werkstatt für die Sinne entsteht und nicht dem Eigenbedarf zugeführt wird, soll hier bei meiner werten Leserschaft Begehrlichkeiten wecken. Immer mal wieder reinschauen lohnt sich, es sind alles Einzelstücke und werden nur einmal genau so hergestellt, da hilft dann auch kein Jammern und Betteln, was weg is, ist weg. Außerdem ergibt sich beim Schaufensterbummel vielleicht so allmählich für die treue Leserin und auch den Leser ein Bild von meiner Tätigkeitsbandbreite. Ihr werdet staunen!

Donnerstag, 12. April 2012

Wegen großer Nachfrage

Die in letzter Zeit so häufig bei mir georderte Mischung Immortelle in Jojoba hat sich unter MS-PatientInnen in ganz Deutschland als wahrer Segen zur Behandlung geplagter Injektionsstellen herumgesprochen - ich komme mit mischen nicht nach!
Da gibt es oft Verhärtungen, Unterblutungen und Vernarbungsstörungen, die sich schlimmstenfalls entzünden. Immortelle hilft dem verletzten Gewebe, die Stauungen und den Vernarbungsprozess zu regeln und Entzündungen zu vermeiden. Is t die betroffene Stelle heiß und geschwollen, können Auflagen mit Rosenwasser schnelle Linderung bringen.
Wer sich die "Wundermischung" selber machen möchte, kann dies gerne tun, das Rezept ist kein Geheminis:

6 Tropfen Immortelle (helichrysum italicum)
10ml Jojobaöl

Alle Öle und das Rosenwasser von der Firma WADI www.etherischeoele.com  - bitte bei der Bestellung bei WADI einen Gruß von mir hinterlassen, danke!
Das ist die ganze Kunst! Alte Aromahäsinnen werden mir bestimmt schnell weitere mögliche ja unverzichtbare Komponenten für so eine Mischung zurufen. Wo bleibt Lavendel? Was ist mit Manuka?! Hä kein Calophyllum??? Der Phantasie zur Ergänzung sind keine Grenzen gesetzt, weiß schon. Immortelle allein hilft aber schon so gut und hat sich vor allem in den letzten Jahren bei meinen KundInnen in dieser Konzentration bewährt, dass ich es einfach so stehen lasse. Nur bei sehr hartnäckigen Fällen habe ich die Immortellenkonzentration erhöht, in einem Fall war die Zugabe von Rose und Calophyllumöl notwendig. Wenn wir in der Aromatherapie Mischungen für chronisch kranke Menschen machen, dürfen wir die damit entstehenden Duftassoziationen nicht unterschätzen. Besser wir halten also für so einen unangehmen Einsatz eine Wundmischung möglichst schlicht und verbauen Lavendel und Rose, Neroli etc. nicht durch den täglichen Einsatz an schmerzhaften Stellen die Karriere als mögliche Helfer in noch größerer Not, weil sie dann für den Anwender abgegriffen und nach AUA riechen.

Und das Bild hat mit dem Post nix zu tun, aber ich muss es der Weltöffentlichkeit präsentieren, was sich auf unserem Scheunendach so abspielt:

Mittwoch, 11. April 2012

New Business


Hallo? Ist da noch jemand? Es geht nämlich weiter! Aromula kommt bald im neuen Gewand! Nicht ganz so wie die gschaffigen Herren auf dem Bild vielleicht, dafür mit einem netten Restart der Aromapraxis. Fortsetzung folgt!