Samstag, 20. Dezember 2008

Himmlische Hilfe


Das ätherische Weihrauchöl hat neben vielen Wirkungen auf der emotionalen Ebene eine für mich ganz wesentliche auf der körperlichen: es ist entzündungshemmend, keimhemmend auf verschiedene Krankheitserreger und schleimlösend und hilft daher grandios bei sich ankündigenden Infekten, die mit stechenden Halsschmerzen beginnen. Zugegeben kostet die Art der Anwendung schon einige Überwindung: Einen Tropfen im Mund einspeicheln, so lange es geht und das immer wiederholen, wenn sich der Hals erneut meldet. Wer es einmal erlebt hat, schwört darauf. Natürlich kann man auch Teebaumöl stattdessen nehmen, aber die Wirkung ist nicht ganz so durchschlagend. Ansonsten empfiehlt sich Weihrauchöl dieser Tage in der Duftlampe, wenn es besonders feierlich werden soll, am besten in Kombination mit Balsamtanne, Douglasie und einem Zitrusduft. Aber niemanden mit negativen Duftassoziationen zum Weihrauchglück zwingen: So gut kann man diesen Duft gar nicht in andere einpacken, dass er nicht für Liebhaber aber auch für Weihrauchablehner erriechbar wäre! Das immer beliebter werdende Räuchern ist allerdings schon die meditativste Art sich mit dem Himmel in Verbindung zu setzen und reinigt sowohl die Raumluft als auch die Seele, vorausgestzt man dosiert fein genug und lässt das entsprechende Fingerspitzengefühl beim Ritual walten, will heißen: weder mit dem Räuchergut noch mit der Zeremonie zu dick auftragen. Das Foto entstammt übrigens dem wunderbaren Buch "Botschaft an den Himmel" von Susanne Fischer-Rizzi, das ich allen ans Herz legen möchte, die sich mit dem Thema Räuchern näher befassen wollen.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Auf dem Boden bleiben


Die Mutter aller ätherischen Öle: Vetiver

Der Countdown läuft: Die Kinder freuen sich, nur noch sieben Mal schlafen, heissa, dann ist Weihnachtstag.

Mir hilft in diesen Tagen freudiger Erwartung und emsiger Vorbereitung das zähflüssige ätherische Vetiveröl, Ruhe zu bewahren und diese auch als Mutter auszustrahlen. Der jüngere meiner beiden Jungs hat gestern schmachtend zu mir gesagt: "Oh Mama, Du riechst so gut nach Aromama!" Ich hatte mir kurz zuvor einen Sprühstoß aus dem Flakon des wunderbaren Eau fraîche Vetiver von Farfalla genehmigt. Als Nachtpflege streiche ich meine Handfläche einmal über das Gewinde des geöffneten Vetiverfläschchens und nehme noch ein paar Tropfen Mandel- oder Aprikosenkernöl in die hohle Hand: Damit reibe ich dann mein zuvor mit Rosenwasser benetztes Gesicht ein und schlafe mich anschließend schön und dufte wundervoll vor mich hin...
Seine hautpflegenden Eigenschaften macht Vetiver zur gefragten Komponente für allerlei Pflegeprodukte sowohl für Frauen als auch für Männer. Kleine Wunder wirkt es in Lotionen gegen hormonell bedingte Akne bei jungen Männern, denen das Flüggewerden Probleme bereitet.
Bei der reifen Haut vermag Vetiver in Cremes und Ölen Trockenheitsgefühl zu mindern und mehr Elastizität zu verleihen, ist dabei gut verträglich und für den Langzeitgebrauch bestens geeignet. Hauterkrankungen, die mit Juckreiz einhergehen, sind ein weiteres Anwendungsgebiet.
Als Venen- und Kreislauftonikum verschafft Vetiver denen mehr Standfestigkeit, die zwar gerne auf dem Boden bleiben wollen, es aber aus körperlichen Gründen nicht können. Ganz nebenbei wird das Immunsystem gestärkt.

Bei stressbedingter Schlaflosigkeit hilft das dunkle Öl nervösen Zeitgenossen, loslassen zu können, die Grübeleien einzustellen und sich nachts der Erholung hinzugeben. Tagsüber fördert der hintergründige Duft das Vertrauen in die eigene Intuition, speziell bei jungen Müttern, die vor lauter Unsicherheit zig verschiedene Erziehungsratgeber wälzen, weil sie Angst haben, keine gute Mutter sein zu können, wenn sie nicht alle gängigen Ansichten über „richtige“ Kinderaufzucht berücksichtigen. Aber auch für alle anderen, die abgehoben wirken, nur glauben, was sie sehen, das Leben mit dem Kopf begreifen wollen, sich auf nichts einlassen können, was nicht hieb- und stichfest begründbar ist und folglich ständig das Gefühl haben, etwas zu verpassen, kann ein gelegentlich im unteren Rücken einmassierter Tropfen Massageöl mit Vetiver nicht schaden.
Vetiver versöhnt mit der eigenen Leiblichkeit, mit der Tatsache von der Erde zu sein und eines Tages wieder zu ihr zurückkehren zu müssen und wähnt sich der Kopf noch so weit im Himmel.

Montag, 15. Dezember 2008

Vorurteile abbauen


Patchouli - ein alter Bekannter unter den Düften, mit dem man nicht mehr in Verbindung gebracht werden will, weil das eigene Immage vielleicht nicht mehr zu diesem Althippie passt.

Viele assoziieren Flower-Power und peinliche Selbsterfahrungsspießigkeit mit diesem Duft. Hat man das Glück, sich mit Patchouli ohne innere Widersprüche einlassen zu wollen, kann man seine ausgleichenden Eigenschaften in allen Lebenslagen nutzen. Es bedarf natürlich bei der Dosierung eines gewissen Fingerspitzengefühls, zumal Patchouli seine heilenden Qualitäten durchaus in geringster Dosierung zu entfalten vermag. Ein angenehm duftendes Duett bildet Patchouli mit Geranie. Diese Mischung bewährt sich vor allem als Wäscheparfum. Weitere berühmte Insektenvertreiber wie Zeder, Lavendel, Lemongrass etc. kann man nach Belieben noch dazumischen. Ins Weichspülerfach der Waschmaschine ein paar Tröpfchen dieser Mischung: Das verleiht der Wäsche einen subtilen Duft und verdirbt Motten den Appetit. Die sich neuerdings wieder in Mitteleuropa ausbreitenden Bettwanzen wenden sich angeekelt ab, wenn das Laken für unsere Nasen nur knapp an der Wahrnehmungsgrenze diesen Duft verströmt.
In der Hautpflege empfiehlt sich Patchouli für alle, die seinen exotischen Duft mögen, als lindernde Zutat in Pflegeölen, Salben oder Bädern gegen stressbedingte Probleme. Auf der geistig-emotionalen Ebene vermag Patchouli sowohl zu erden als auch Mut zu Veränderung und Kreativität zu wecken. Es macht auf angenehme Weise träge und gemütlich, schwerfällig, friedfertig. Entschleunigung und trotzdem Anregung für die Phantasie. Für die kommenden Festtage wäre das doch eigentlich ein optimaler Begleiter!

Samstag, 13. Dezember 2008

Zur Besinnung kommen


Der Griff zu Orange und Zimt ist in der Adsventszeit ein regelrechter Reflex. Wie wäre es mal mit anderen Aromen zur Besinnung: Weihrauch, Myrrhe, Elemi, Vetiver, Patchouli eignen sich wunderbar zur Beduftung von adventlichen Meditationen und führen zu Unrecht ein Schattendasein in der Vorweihnachtsduftpalette. In den kommenden Tagen werde ich sie nacheinander genauer beleuchten, aber vielleicht ist es ja auch reizvoll, sich ohne intellektuelle Vorbelastung auf neue altbekannte Düfte einzulassen.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Rote Backen backen


Bratapfelduft: Die meisten kennen nur noch die Vokabel und trotzdem weckt der bloße Gedanke daran gemütlichleckere, saisonal absolut passende Assoziationen - ähnlich wie Schneemann bauen und Schlittenfahren. Sonst würde Bratapfelaroma inzwischen nicht so oft in der Vorweihnachtskonsummaschinerie verwendet. Es gibt sogar Eis mit Bratapfelgeschmack, was für ein Widersinn! Zum Glück hat ein Schneemann kein allgemeingültiges Duftprofil, sonst würden wir das auch noch unter die Nase gerieben bekommen (ich wüsste übrigens schon, wie ein Schneemann riecht). Der klare Vorteil des Bratapfels gegenüber seinem frostigen Kollegen aus Schnee: Er fällt dem Klimawandel nicht zum Opfer, wir können diesen Stimmungsmacher jeden Tag genießen und es ist ganz kinderleicht! Außredem tun wir etwas für unsere Darmflora, die für das Immunsystem eine ganz tragende Rolle spielt. Bratäpfel wärmen verfrorene und rekonvaleszente Bäuchlein gleichermaßen. Bei uns gab es vorgestern die auf dem Foto abgebildeten Prachtexemplare (bzw. welche aus diesem Jahrgang, Sorte so alt wie unbekannt, duften nach Pfirsichen, Erdbeeren und Gewürzen) von unserem alten krummen Apfelbaum, der totgesagt noch solche appetitliche und wunderbar lagerungsfähige Früchte trägt: Gemahlene Mandeln mit gaaaanz hauchwenig Zimtzucker in der Pfanne rösten - ergibt übrigens Duft nach gebrannten Mandeln - Mandeln mit ein paar Tropfen Sahne zu einer krümeligen Füllung verrühren, ein oder zwei Tropfen Vanille-Extrakt und Orangenöl (Orange complet von Neumond ist super), das ganze in die vom Kerngehäuse befreiten Äpfel füllen und eine halbe Stunde bei 180°C backen. Das Aroma, welches sich nach und nach im Haus ausbreitet, ist von keiner Weihnachtsduftmischung zu überbieten und inspiriert zu allerhand besinnlichen Adventsbeschäftigungen.

Montag, 8. Dezember 2008

Nicht zum Hirsch werden!


In diesen Tagen bekommt man an allen Ecken und Enden so viele wundervolle Anregungen für hübsche Weihnachtsbasteleien. Ich könnte zig Projekte gleichzeitig anfangen! Außerdem muss man sich am Wochenende auch noch entscheiden, welchen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt man besuchen soll (gestern waren wir in Sommerhausen, ganz inspirierend dort!), welche Backrezepte ausprobieren, für wen zuerst stricken usw. Große Aufgabe für die Aromatherapie: Kreativität zentrieren, Energie erhalten und in Tatkraft umwandeln. Nur ja nicht noch zusätzlich Euphorie wecken, sonst artet es komplett aus, also meine Zitruslieblinge Limette und Grapefruit kommen heute nicht in Frage. Mit den großen Z-Ölen gelingt es mir, den Tatendrang produktiv zu bündeln, ohne das notwendige Tempo herauszunehmen:

  • Zypresse, der große aromatherapeutische Zeigefinger für die Entscheidung für den richtigen Weg.

  • Zedrat für die Konzentration aufs Wesentliche und Reduzierung der Schusseligkeit: Riecht wesentlich kraftvoller, runder und fruchtiger als die kleine Schwester Zitrone und steht zwecks Weihnachtsbäckerei sowieso parat.

  • Zeder für das Durchhaltevermögen und das nötige Selbstbewusstsein, die eigene Arbeit wertzuschätzen. In dieser Mischung gefällt mir die Atlaszeder ganz gut, obwohl ich sonst eher zur Himalayazeder greife.

  • Zimt(blatt) und Zingiber (Ingwer) für die Wärme und die saisonalen Assoziationen.

Sie duften zu einigermaßen gleichen Teilen, nur Zimt und Zeder etwas weniger, in der Duftlampe angenehm herbfruchtigholzig vor sich hin und erzeugen eine wunderbare Arbeitsatmosphäre. Und wie eigentlich bei allen Raumbeduftungen mit ätherischen Ölen: Krankheitserregern wird das Leben in der Raumluft auch noch erschwert.

Freitag, 5. Dezember 2008

Nase voll


Es ist Schniefnasenzeit und es entsteht ein Infektionsteufelskreis:
1. Ansteckungsgefahr, wenn alles schnieft und keucht in der warmen Heizungsluft
2. Voll erwischt: der akute Infekt lähmt uns tagelang
3. Nach dem Infekt: geschwächtes Immunsystem, angegriffene Schleimhäute: Ein gefundenes Fressen für die nächsten Krankheitserreger…

Mit ätherischen Ölen können wir an jeder dieser Schwachstellen gezielt eingreifen:
1. Die Infektionsgefahr bannen
Raumluftdesinefektion mit Nadel- und Zitrusölen, Thymian, Gewürznelke…
• Hände waschen mit aromatherapeutischer Seife (ganz prima die flüssige Lemonseife von Farfalla!)
• Wenn ein Familienmitglied erkältet ist, bekommen alle Atembalsam unter die Nase

Übertriebene Desinfektionsmaßnahmen mit antibakteriellen Haushaltsreinigern schwächen das Immunsystem und machen außerdem Krankheitserreger allmählich resistent. Vor allem in Haushalten mit kleinen Kindern sollte auf synthetische Desinfektionsmittel verzichtet werden, da sie unter anderem das Allergierisiko erhöhen!
Ätherische Öle sind für den menschlichen Organismus wesentlich verträglicher und sorgen für ein gesundes Raumklima.
Immer erst lüften und dann beduften! Beduftung sollte nicht zu einer Geruchsbelästigung werden!

2. Den akuten Infekt bekämpfen
Anwendungen in der akuten Phase: sollten möglichst stündlich gemacht werden, zur Auswahl stehen verschiedene Maßnahmen, die je nach persönlichen Vorlieben zum Einsatz kommen können:

Raumspray, Raumbeduftung

Bäder (nicht bei Fieber!!)

Massagen vor allem lokal

Fußmassagen

Einreibungen

Inhalationen

Wickel


Rezepte zur Infektbekämpfung

Einfaches Raumspray:
ca. 10ml Alkohol, 10Tr Lemongrass, 10Tr. Weißtanne, 5 Tr. Thymian thymol, 5Tr. Zeder, mit Wasser oder Hydrolat auf 100 ml auffüllen, im Krankenzimmer regelmäßig versprühen.


Atembalsam Grundrezept:
Grundlage aus 1 Teil Kakaobutter, 1 Teil Sheabutter, 2 Teile Mandelöl, miteinander bei niedriger Temperatur schmelzen,
Ätherische Öle: Thymian linalool, Majoran, Ravensara (Ravintsara) zu gleichen Teilen mischen.
In die noch höchstens handwarme Salbengrundlage insgesamt 30 Tropfen der ätherischen Ölmischung auf 30ml einrühren, zum Schluss noch 1Tr. Angelikawurzel oder Melisse, dann erkalten lassen. Zum Einreiben auf der Brust, im Nacken, unter und in der Nase.

Je nach persönlichen Vorlieben eignen sich für den Atembalsam auch andere hautfreundliche ätherische Öle. Einen hervorragenden Lippenbalsam ergibt die Salbengrundlage mit 1 Tropfen Rosen- und 1Tropfen Geranienöl. Pflegt strapazierte Lippen zwischen akuten Herpesausbrüchen.


3. Stärkung des Immunsystems
In anstrengenden Lebensphasen und in der Rekonvaleszenz

Jeder Infekt belastet die Schleimhäute, ihre Regenerierung muss mit besonderer Sorgfalt betrieben werden: Manuka, Weihrauch, Palmarosa haben zellerneuernde Wirkung. Inhalationen mit diesen Ölen helfen den gestressten Schleimhäuten, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Auch ein Nasenöl kann gute Dienste leisten. Dafür auf 10ml fettes Öl (Mandelöl z.B.) je zwei Tropfen der o.g. ätherischen Öle geben.

Weißtanne, Zeder, Ravensara (Ravintsara ex cinnamomum camphora) sind bewährte Öle für geschwächte Körper und Nerven, haben unterschiedliche Wirkungen auf der psychischen Ebene, individuelle Vorlieben berücksichtigen.

Zitrusöle stimulieren das Immunsystem.
Wichtiges Öl für die Rekonvaleszenz auch bei Kindern: Thymian Typ Linalool, eignet sich besonders für die Anwendung in Mischungen zum Auftragen auf die Haut.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Barbaratag




Allmählich nimmt meine Blogstelle doch Gestalt an. Demnächst werde ich hier mit Feed und RSS und so nur um mich schmeißen. Wenn ich doch endlich es schaffen würde, meine eigene Diashow von Picasa hierher zu transportieren und wie gerne hätte ich meine eigene Vorlage als Hintergrund, ich hätte so wunderbare Designideen, aber mir fehlt das technische Know-how!Alles, was bisher entstanden ist, basiert auf intensiven Trial and Error Erfahrungen. Vielleicht lade ich jetzt mal ein paar Probeleser ein und hoffe auf konstruktive Kritik. Ich stelle sie dann in eine Vase und hoffe, dass sie bis Weihnachten Kirschblüten trägt! Vorläufig blühen hier übrigens noch die Rosen und eine Stockrose, vor ein paar Tagen sogar mit Zuckerguss! Und auch ohne Zuckerguss macht uns unser Duftveilchen (Viola odorata ssp. carissima, ohne Abb, sie ist noch zu zart für das zugige worldwideweb) das Leben so viel süßer in dieser trüben Jahreszeit!

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Baustelle


Dies ist eine Baustelle und genügt meinen ästhetischen Ansprüchen überhaupt nicht. Aber ich möchte in diesem Fall doch erst die Form und dann den Inhalt gestalten. Ich fühle mich überhaupt nicht wohl, solange ich dies hier nicht gemütlich eingerichtet habe. Ganz zugig hier. Mal Herrn Feng und Frau Shui fragen, ob die nicht meine Energiebloggade lösen können.

So schön wie dieser himmlische Garten soll das alles mal werden hier, wenn ich mal groß bin und gadgets und eigene Vorlagen und Zeugs machen kann!