Dienstag, 15. Oktober 2013

Programmänderung

Da sitze ich bei einer Tasse Tee und disponiere schweren Herzens um: Ein gebrochenes Bein steht den Plänen für das Winterhalbjahr im Wege. Das Hauskonzert am 1.November findet leider nicht statt, das offene Musizierangebot erst ab Januar. Der Termin für das Adventsvorspiel bleibt. Aromapraxis und Werkstatt für die Sinne bleiben geschlossen bis einschließlich 31. Oktober. In dieser Zeit finden kein Verkauf, keine Beratung (auch nicht telefonisch) sowie keine Musikstunden statt. Das tut mir sehr leid und ich hoffe auf Eure Treue und freue mich auf ein Wiedersehen ab November. Bitte habt Verständnis, wenn auch dann nicht alles sofort wieder rund läuft: Der Ausnahmezustand in Familie und Haushalt muss erstmal verdaut werden.
Hoffentlich für alle LeserInnen ein völlig überflüssiger aromapflegerischer Tipp: Das blaue Flecken Öl von WADI entlastet selbst sehr tief sitzende, mega großflächige Hämatome und hat sogar leicht schmerzstillende Eigenschaften, wie mein ausgiebiger Selbstversuch zeigt...


Mittwoch, 18. September 2013

Liebe Musikanten!

Duftnoten und Klangfarben: Information zur Musikwerkstatt im Winterhalbjahr 2013/14
Seit knapp drei Jahren gibt es die Musikwerkstatt bei Aromula als Erweiterung der ganzheitlichen Aromapraxis und sie wächst dank Eurer Freude am Musizieren zu einem großen Klangkörper weiter! Inzwischen lernen hier an drei Nachmittagen einige Kinder und Erwachsene das Gitarre- oder Blockflötenspiel. Außerdem sind für das kommende Halbjahr neue Musizierprojekte geplant, bei denen auch alle mitmachen können, die (noch) kein Instrument lernen können oder wollen aber trotzdem Musik machen möchten:
MuKiMu (Mutter-Kind-Musik, wobei auch Väter musizieren dürfen!): Ca. einmal im Monat soll am Samstagnachmittag ein offenes Angebot zum Musizieren für Eltern und kleinere Kinder (bis Schulalter) sein. Wir werden spielerisch jeweils ein Thema musikalisch bearbeiten und erfahren, wie wunderbar es sein kann, miteinander etwas im Einklang zu machen.  Eigene Instrumente können gerne mitgebracht werden, es stehen aber auch reichlich Rhythmus- und Klanginstrumente für jedes Alter zur Verfügung.Erfolgserlebnisse beim gemeinsamen Musizieren in der Familie stärken nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder! Einen speziellen Akzent wird dieses Projekt auf der Liedbegleitung mit der Ukulele haben. Das können schon Kinderagrtenkinder lernen und ist für den Gitarrenunterricht eine prima Vorbereitung! Termine gebe ich auf einem gesonderten Blatt bekannt mit der Bitte um rechtzeitige und verbindliche Anmeldungen. Die Teilnehmerzahl ist stark begrenzt!

Ein Hauskonzert findet am 1.November statt – da gibt es Aromula und Co live in concert zu erleben mit anschließender Gelegenheit zum gemeinsamen Musizieren. Genauere Ankündigung folgt rechtzeitig!
Das diesjährige Adventsvorspiel ist für Freitag, den 21. Dezember um 17.00 Uhr geplant. Teilnehmen können nur die regelmäßigen Musikanten und ihre Angehörigen, es sei denn wir bekommen noch rechtzeitig eine günstige Location mit Klavier und Bier genügend Sitzgelgenheiten. Ideen immer her!

Hausmusik für alle: offenes Musizierangebot (zunächst) einmal im Monat am Freitagnachmittag. Richtet sich an alle, Groß und Klein, mit und ohne Instrument, mit und ohne Vorerfahrung. Ziel ist jeweils die gemeinsame Erarbeitung eines Musikstückes/Liedes.  Termine und Anmeldeformulare gibt es demnächst.
Schnuppern oder einfach nur zuhören ist jederzeit möglich. Bitte unbedingt vorher anrufen, smsen! Aus Platzgründen ist die Teilnhemer-/Zuhörerzahl immer stark begrenzt, bitte immer anmelden!


Dienstag, 27. August 2013

Ein Blick

...und weit mehr als nur ein Blick über den Rand des eigenen Schallloches hinaus bot sich mir beim 14. Hersbrucker Gitarrenfestival vergangene Woche. Inspiriert, berührt und motiviert von zahlreichen musikalischen Begegnungen mit vielsaitigen Menschen freue ich mich auf den Herbst mit Euch, die Ihr in der Werkstatt für die Sinne mit mir neue Saiten aufziehen wollt. Auch dufte Vortrags- oder Workshopthemen warten darauf, den ätherischen Ölen einen Platz im Leben zu verschaffen. Sobald die Schulstundenpläne (ab16.9.) stehen, können wir Termine vereinbaren. Bis dahin bleiben Werkstatt und Aromapraxis noch geschlossen. Per Mail oder SMS bin ich für dringende Fälle jederzeit erreichbar. Bestellungen können ebenfalls auf diesem Wege gerne aufgegeben werden.

Freitag, 9. August 2013

Badewetter Nachtrag


Vor einiger Zeit habe ich hier (kann schon drei Jahre oder länger sein) einen Post unter dem Titel Badewetter veröffentlicht. Da gebe ich unter anderem mein Rezept für einen Balsam gegen die Plagen der Körperhaarentfernung preis. Was ich seit langem jedoch verschweige: Ich bin im Sommer selbst zu faul, Balsame zu rühren. Zum Glück gibt's die Maienfelser Naturkosmetik: Die machen noch Sachen, die man bei anderen Herstellern in Biomärkten und Drogerieregalen hinter pastellfarbenen Etiketten vergebens sucht. Die Rasierlotion Vetiver ist ein alchimistischer Wohlklang. Eine pflegende Sprühlotion, die mit den Rasierwässern unserer Väter höchstens entfernt verwandt ist. Da kommt eine samtig grünliche, kühlende, dickflüssige Wonne aus dem Sprühkopf! Diese kann viel mehr als so manche hochgepriesene Mischung gegen kleinere und größere Hautproblemchen. Kein Wunder bei der Zusammensetzung: Aloe, Brahmi, Cupuacu, Calophyllum Vetiver, Weihrauch, Kamille, Narde und Patchouli u.a. verbinden sich heilsam zu einem Allroundtalent (oh Ihr wisst, wie sehr ich mit diesem Wort geize!), das nicht nur gerötete und gereizte Enthaarungshaut sondern auch Hitzepickelchen, überhitzte Sommerseelen und - ach ja es ist nicht bewiesen aber erfahrbar -Sommergrippe lindert womöglich verhindert.
Wie lange solcher außergewöhnlicher Segen noch aus dem Dörflein Maienfels im gelobten Schwabenländle über die Naturkosmetikliebhaber ausgegossen wird, weiß ich nicht. Die Rechnungen der Firma tragen schon seit einiger Zeit statt ihres bis dato wunderschönen Jugendstillogos die inzwischen branchenüblichen Blumennahaufnahmen im Kopf - ein schlechtes Ohmen. Da wird doch nicht auch eine Unternehmensoptimierung ihr Unwesen treiben?? Ihr lieben Maienfelser, bleibt in eurem Dorf hoch droben weiterhin so inspiriert und setzt Euch über die Zeichen der Zeit hinweg. Bitte!

Mittwoch, 7. August 2013

Mit den Füßen riechen

Keine große Leistung denkt sich der Admiral - meine sechs Beine riechen sofort, wo ich gelandet bin. Die Menschen tragen da ihre Nasen etwas höher - der Titel Krone der Schöpfung verpflichtet!




Spiegelneuronen und Riechzellen - ach die Wissenschaft erklärt uns das, was wir für 
schnöde Empathie und reinen Instinkt gehalten hatten so unnachahmlich lebensfern!
Was aber, wenn unsere ganzen von synthetischen Duftmolekülen zugekleisterten 
Riechzellen die vormals blitzblanken Spiegel unserer Neuronen blind machen? 
Dann bleibt uns wieder nur der unverbesserliche Patriarch des Nervensystems, 
Sonnenkönig Sehsinn: Am Bildschirm, vor dem wir gutgläubig mit verstopftem
Instinkt und gegoogelter selektiver Wahrnehmung sitzen,hat er die Alleinherrschaft. 
Größtes Verständnis habe ich für alle, die triumphieren, wenn die Neurobiologie 
Beweise liefert für alte Ahnungen. Es geht mir genauso. Aber bitte liebe KollegInnen, 
lasst uns trotzdem weiterhin unsere Nasen mehr in Blüten, Blätter und Flakons 
stecken als in Bildschirme! Das Rad wird in regelmäßigen Abständen neu erfunden - 
die Naturgesetze bleiben die selben!

Mittwoch, 31. Juli 2013

satt, üppig und dosiert crazy

Dem Hochsommer mit farbenprächtigen Klunkern die Ehre geben, mit reifenden Früchten um die Wette prunken. Die Werkstatt für die Sinne lädt

ein zum Schwelgen in Farben, Formen, Düften und Klängen. Während der Sommerferien gelten die üblichen Öffnungszeiten zwar nicht, die Chance auf einen inspirierenden Mini Kurzurlaub bei Aromula besteht dennoch! Anrufen oder auf gut Glück vorbeikommen, sogar die Klingel funktioniert wieder!

Montag, 22. Juli 2013

Feuer und Flamme

Die Sommermusikwerkstatt fand und findet noch in zwei Teilen heuer statt. Der erste Teil war am vergangenen Freitag. 12 (zwölf!) musizierende Kinder und ihre Eltern waren Feuer und Flamme für selbstgemachte Klänge. Von sommerlich, fröhlich, kindlich vertraut über jazzig gut gelaunt bis hin zu klassisch und meditativ war alles dabei, was Gitarren, Flöten, Klavier, Kontrabass und Ukulele so hergeben. Nirgends bekommen Kinder so viel Aufmerksamkeit, als wenn sie Musik machen und das tut ihnen an Leib und Seele wohl! Ich kenne niemanden, der Musik grundsätzlich doof findet. Alle wollen Musik, nur wenige ringen sich dazu durch, sie zu machen. Danke allen Eltern, die mit Liebe, Geduld und Engagement aber vor allem der Bereitschaft zum Zuhören sich von ihren Kindern musifiziern lassen! Gebt der Musik einen Sitz im Leben, damit Ihr nicht fremd gelebt werdet. Lasst Euch nicht rund um die Uhr fremd beschallen, leiht Euer Ohr den unerhörten Klängen. Radio, Mp3Dudelkiste aus und selber machen. "Keine Zeit" gilt nicht!

Donnerstag, 18. Juli 2013

Duftassoziationen

Welcher Duft passt zu diesem Bild:
a) Zitrone
b) Lavendel
c) Patchouli?
Welcher Duft würde beim Anblick dieses pittoresken Sammelsuriums am meisten überraschen? 
Es gibt kein objektives Richtig oder Falsch!

Die klare Vorstellung von einem Duft ohne ihn wirklich zu riechen ist eine große mentale Leistung. Melodien, Farben oder haptische Empfindungen können wir uns gut in Erinnerung rufen. Düfte mit der "inneren Nase" wahrnehmen können nur die wenigsten. Ein gutes Training für diese neuropsychologische Disziplin sind bildgestützte Duftassoziationen. Dabei grenze ich einen Duft ein und zwar anhand anderer sinnlicher Wahrnehmungen aus meiner Erinnerung. Das ist quasi die Umkehr des sogenannten aromatherapeutischen Spickzettels, wo ich mit einem bestimmten Duft Erinnerungen an Lerninhalte wachrufe. Schön und gut, der leistungsorientierte Mensch will natürlich wissen, wozu um alles in der Welt er denn eine Leistung trainieren sollte, die er seinen Mitmenschen gar nicht beweisen kann? Die innere Nase bleibt dein Privatvergnügen, Lernfortschritte auf diesem Gebiet kannst Du nicht auf FB teilen, keine Wettbewerbe damit gewinnen, nicht mit Fotobearbeitung frisieren - es interessiert eigentlich keinen. Macht aber Spaß und ist eine sehr gute Turnübung für Deine grauen Zellen, die Dir das später mal danken werden. Deshalb hier noch ein paar anregende Fotos zur Übung:
Lemongrass? 
Weihrauch? 
Vanille?
Ylang Ylang?
Zypresse?
Ackerminze?
Viel Vergnügen beim inneren Riechen!

Freitag, 12. Juli 2013

Immer wieder Lavendel

Ein Post zu diesem wichtigsten Lieferanten ätherischer Öle birgt ein gewisses Risiko: es gibt wenig Neues, viel längst Bekanntes und vor allem haufenweise wiedergekäute Phrasen sowie Vorurteile. Glücklicherweise duftet der lila König der Essenzen über alles hinweg. Es gibt keinen Tag, an dem sein ätherisches Öl keinen Einsatz hätte. Dabei wird man den freundlichen Duft nie über. Für Verletzungen aller Art ist ein Tropfen Lavendel immer eine gute erste Hilfe. Stress und Angespanntheit weichen beim Inhalieren kleinster Spuren, der Geist fühlt sich wie frisch gewaschen. Bevor ich eine von Millionen Anwendungslisten für Lavendelöl erstelle, zähle ich lieber auf, was man mit Lavendelöl nicht machen kann:
- morden
- hexen
- reich werden ( im materiellen Sinne zumindest)
Gegen Schlafstörungen kann übrigens nur der echte Lavendel helfen. Das häufigere und billigere Lavandinöl macht mit seinem höheren Gehalt an Kampfer eher munter.

Samstag, 29. Juni 2013

Tröpfchenweise

Informationen aus dem Reich der Werkstatt für die Sinne gibt es hier in letzter Zeit leider nur tröpfchenweise. Das liegt am komplexen Praxis-Atelier-Konzept. Als eigentlich im sogenannten Nebenerwerb Tätige beschäftigt mich das sieben Tage die Woche von früh bis spät in jeder freien (äh was?) Minute, die mir die familiären Pflichten lassen. Sehr erfüllt von den kreativen, pädagogischen und beraterischen Aufgaben, mag ich selten kostbare Zeit am Laptop verbringen. Dabei kommen Aromula-Fans zu kurz, die gerne hier lesen und leider zu weit weg sind, um mit allen Sinnen das Werkstattkonzept erfahren zu können. Für diese nun also ein kleines Update:

  • Es gibt auch in diesem Jahr eine Sommermusikwerksatt. Mitwirken werden fast alle, die in der Werkstatt für die Sinne musizieren. Inzwischen sind das so viele, dass wir außer den Familien der Musizierenden gar keine weiteren Gäste dazu bitten können.
  • Unter dem Motto Ansichtssache nähe ich momentan Saison unabhängige Kleidungsstücke für Damen. Die Stoffe sind aus hochwertigen Naturfasern. Blüten und unerwartete Farbkombinationen spielen eine große Rolle.  Dazu gibt es Taschen, Accessoires und viel Inspiration. Vorbeischauen lohnt sich!
  • In die Aromaberatung kommen in letzter Zeit hauptsächlich Allergiker, Schürfwunden und Kopfschmerzen...
  • ...und eine Katzenmama mit ihren drei entzückenden Kindern wurde stationär in der Aromapraxis aufgenommen. Auch die sind einen Besuch bei Aromula wert!

Montag, 3. Juni 2013

Schaffen

Kreativität ist zur Modevokabel verkommen, die als Argument für alles und jede noch so kommerzielle Bespaßung als Lockmittel herhalten muss. (Abgedroschener ist eigentlich nur das Unwort Wellness). Dabei ist das Schöpferische nichts, was irgendwie geschult und erst recht nicht gelehrt werden müsste. Jedes Kind (der Künstler der oben abgebildeten Plastik ist übrigens schon weit in seiner Lebensmitte)hat den schier unbremsbaren Schaffensdrang, beim beGreifen seiner Umwelt diese in irgendeiner Art neu zu gestalten. Dabei stößt es an mehr oder weniger enge Grenzen, die es je nach Schaffensdrang kreativ zu umgehen sucht... Beschränkungen können dabei nicht nur Verbote sondern auf subtilere Weise jede Form von Bewertungen, Vergleichen, Belohnungen sein. Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass sich Kunst dadurch auszeichne, dass sie unerwartbar sei und einfach geschehe (ich glaube, Jonathan Meese hat das gesagt). Wie soll ich jetzt bloß zum Blog zurückfinden? Den ich auch nur aus Alibi-Gründen vollschwadroniere, weil die Rückkehr in den nasskalten Alltag meine Sinne sowas von schockfrostet, dass ich für eine ordnungsgemäße Ausführung meiner Pflichten und Aufgaben in der Werkstatt für die Sinne nicht garantieren kann. Mit klammen Fingern greife ich nach meiner Klampfe. Vorher bedufte ich noch den Raum mit Zimt und Orange. Jetzt nicht gleich Saisonduftassoziationsstress kriegen: Die Mischung riecht gar nicht soooo weihnachtlich, wenn die Orange deutlich dominiert -  wie soll ich denn sonst warmblütlergemäßen Stoffwechsel betreiben bitte?!  Ja okay, Jasmin noch, Ihr wisst schon die uraltklebrige Restmischung mit Jojoba von anno Tobak: Handgelenke, DekolleTee (Jasmintee auch ne gute Idee, aber heute nicht). Und jetzt seid Ihr dran!

Mittwoch, 15. Mai 2013

Bevor die Puste ausgeht

Bevor wir den San Bernardino gen Süden hinter uns lassen, sind noch Wäscheberge und andere Anhäufungen zu überwinden. Nur mühsam die Genervtheit unterdrückend kann ich mich hier und da vom vorfreudigen Reisefieber der Kinder anstecken lassen.

Folgenden Text habe ich von einem lieben Mitdenker und -fühler per Mail bekommen, verfasst hat ihn der Heilige Bernard de Clairvaux und ich kann ihn nur allen meinen lieben Leserinnen, Kundinnen, Musifizierten und Freunden ans Herz legen:
 
Gönne dich dir selbstWo soll ich anfangen?
Am besten bei deinen zahlreichen Beschäftigungen. Denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit dir. Ich fürchte, dass du, eingekeilt in deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb deine Stirn verhärtest. Dass du dich nach und nach des Gespürs für einen durchaus richtigen und heilsamen Schmerz entledigst.
Es ist viel klüger, du entziehst dich von Zeit zu Zeit deinen Beschäftigungen, als dass sie dich ziehen und dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem du nicht landen willst.
Du fragst an welchen Punkt? An den Punkt, wo das Herz hart wird.
Wenn also alle Menschen ein Recht auf dich haben, dann sei auch du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig du selbst nichts von dir haben?
Wie lange noch schenkst du allen anderen deine Aufmerksamkeit nur nicht dir selbst. Wer aber mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann er gut sein?
Denke also daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht, tu das immer, ich sage nicht, tu das oft, aber ich sage, tu das immer wieder einmal: Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.

Sonntag, 12. Mai 2013

Wer hat die schönsten Schäfchen?

...die malt auf jeden Fall mein Sohn! Der goldene Mond hat sowas bestimmt noch nicht gesehen, der hinter unsern Bäumen am Himmel droben wohnt. Der Frühjahrsmüdigkeit geben wir uns genüsslich gähnend mit unseren liebsten Schlaflied-Evergreens hin. Guter Mond Du gehst so stille, wenn die Blümelein schlafen und wer weiß wieviele Sternlein hinter den dicken Regenwolken stehn? Es schüttelt sich der Blütenbaum und säuselt wie im Traum... Was passt da besser als YlangYlang (der Flieder dringt kaum durch den kalten Regen) und Bergamotte mit einem Hauch Neroli in der Luft? Ade zur guten Nacht und kleinen Pause im Blog und Alltag:

Die Aromapraxis und die Werkstatt für die Sinne macht Pfingsturlaub: Ab 18. Mai bis einschließlich 3. Juni. Danach bin ich wieder mit Rat und Tat, Sang und Klang, Nadel und Faden sowie natürlich Duft und Lust für Sie da.

Schnupperstunden für Musizierende können auch diese Woche noch für den restlichen Sommer vereinbart werden. Die Zeit wird knapp und die Plätze fürs kommende Schuljahr sind rar! Der Termin für die diesjährige Sommermusikwerkstatt steht noch nicht, wird aber noch rechtzeitig kommuniziert!

Schöne Pfingsten allen LeserInnen!

Dienstag, 16. April 2013

Das Blaue vom Himmel

Für alle, die auf Neuigkeiten aus der Werkstatt für die Sinne warten:

Samstag 27. April

11.00 bis 18.00 Uhr

Tag der offenen Werkstatt. Thema: Millefiori

mit u.a. Fimo-Werkelshop und Frühjahrskurzkur, Plauderei und Inspiration!

Einfach vorbeikommen und ein bisschen blau machen, ich freu mich auf Euch!

Und was ist das mit den schlechten Blumenfotos hier? Hat nichts mit dem Tag der offenen Werkstatt zu tun - eher mit meinen Frühlingsgefühlen, an denen ich die werte Leserschaft unbedingt teilhaben lassen muss: Natürlich verfalle ich auch heuer in Frühlingsverzückung und handygrafiere jedes neue Blümchen. Schließlich kann ich es nicht fassen, dass ich so was nochmal zu sehen bekomme. Geht mir jedes Jahr so.
 Lieber sollen Bilder sprechen, nur dieses Mal, sonst schnappt garantiert die Mörike-Frühlingsfloskelfalle zu. Fest eingewickelt ins allfällige blaue Band, das sooo einen Bart hat und die süßen wohlbekannten Düfte atmend kann ich mir fast ohne Worte veilchengleich das Blaue vom Himmel träumen.

Donnerstag, 14. März 2013

Wohlfühlfaktor

Frage: Was hat dieses Bild
a) mit der Jahreszeit und
b) mit der immer noch aktuellen Dikussion um die Dosierung ätherischer Öle zu tun?
Antwort: Beide sind schön und recht, aber es kommt beim Schnee und den ätherischen Ölen gleichermaßen auf die richtige Dosis zum richtigen Zeitpunkt an, wenn der Wohlfühlfaktor (Himmel, ich liebe diese Wellnessvokabeln wirklich nicht!) garantiert sein soll. So einen Haufen Schnee kurz vor Weihnachten wäre wohl für die meisten ein Grund zu kindlicher Freude. Mitte März freuen sich nur ein paar wenige, die nicht auf die Straße müssen und eine tolle Retrokamera-App auf dem Handy haben. Alle anderen frieren motzend vor sich hin, fangen die letzten Viren auf und entwickeln eine zünftige Spätwinterdepression. Was einigen Freude bereitet, kann für viele andere ein gesundheitsgefährdendes Monstrum sein - und noch andere mehr möglicherweise juckt es gar nicht. Das mit dem Schnee können wir nicht ändern. Bei den ätherischen Ölen haben wir die Finger am Schraubverschluss und können individuell damit umgehen. Es gilt: Wissen heißt verantworten, nicht wissen heißt fragen und zwar echte Wisser und keine Scharlatane (siehe im Kapitel Aromatherapie unter der Überschift "Nicht überall wo Aroma drauf steht ist Therapie drin"!), aber vor allem habt keine Angst: Ätherische Öle richten nach wie vor sehr viel weniger Schaden an als Nutzen - sie verzeihen den einen oder anderen Dosierungsfehler, erteilen vielleicht einen Denkzettel. Hier endet mein Gleichnis von Schneeverweh- und Dosierungsverwirrungen. Und jetzt Mundwinkel hoch und Richtung Ohren, Verduftungsgerät mit Lorbeer (2TR.) und Grapefruit extra (3TR.) befüllen und wohlfühlen! Alles halb so wild, Veilchen träumen schon!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Pure Augenwischerei!!!

ACHTUNG, Augen offen halten: Eine sich immer stärker ausbreitende Direktvertriebsfirma, die bekannt ist für ihr enormes Selbstbewusstsein in der unverdünnten Anwendung sämtlicher ihrer ätherischer Öle, macht mir und anderen KollegInnen mit langjähriger Erfahrung große Sorgen. Der Ruf der gesamten Aromatherapie steht auf dem Spiel, wenn die ersten ernsthaften Gesundheitsschäden, die bei den von dieser Firma propagierten Anwendungsweisen zu befürchten stehen, in die Medien gelangen. An alle meine LeserInnen hier also ein für allemal die dringende Warnung vor der Anwendung unverdünnter ätherischer Öle. Kann sein, dass akute AUSNAHMEN die unverdünnte Anwendung kleinster Mengen Lavendel- oder Cistrosenöls nötig machen. Aber die Anwendung im Auge ist PURER QUATSCH! Ätherische Öle gehören NIEMALS PUR IN AUGEN oder OHREN! Für die allermeisten Anwendungsarten von ätherischen Ölen gilt: Wir verdünnen mit fettem Öl und zwar 1-3% Keine Angst, das kann jedeR ohne Taschenrechner: Auf einen Esslöffel fettes Pflanzenöl ca. 4Tropfen ätherisches Öl - basta!


...äh so und an dieser Stelle hätte ich jetzt gerne schön rund den feinen Button von Eliane. Daran arbeite ich noch. Im Moment scheitert es abwechselnd an technischem und menschlichem Versagen. Dieser schöne Button ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie wir Farbe bekennen können! Ein Tipp vielmehr eine Bitte an KollegInnen: Geht ruhig zu den Infoabenden dieser Firma hin, stellt dort Fragen und entlarvt auf sachliche Weise so die Scharlatanerie, bevor noch mehr Ahnungslose in dieses Netzwerk geraten! Keine Angst vor den Marktschreiern, es ist meist kaum Fachwissen dahinter. Oft aber die Fähigkeit, einem das Wort im Munde herumzudrehen. Dagegen hilft: Immer sachlich bleiben, NIE die Qualität der angebotenen Öle in Zweifel ziehen (da gibt es nämlich bisher wohl tatsächlich nichts zu beanstanden), denn darum geht es nicht! Selbst Öle in bester Qualität können bei unsachgemäßer Anwendung Schaden anrichten! Der besseren Lesbarkeit (in der kürze liegt leider die Würze, sonst werde ich nicht gelesen) dieses Posts wegen werde ich die gängigsten Argumente dieses Netzwerks und wie wir sie auch für Laien nachvollziehbar entkräften können ein andermal erörtern. Ich bitte sehr um Verständnis, dass ich den Firmennamen hier nicht nenne und bitte auch in den Kommentaren von einer Namensnennung abzusehen! Wer die Firma kennt, weiß, wovon die Rede ist, alle anderen, werden sie bei einem Erstkontakt nach diesen Informationen sofort erkennen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Die wunderbare Seichtigkeit des Seins

  
Menschenskind.
Chillen und Kaffeetrinken, die SONNE scheinen lassen. Gut und Böse schwarzweiß sehen, nichts richtig machen. Die Welt soll jemand anders inzwischen retten.
Lügen und Betrügen.




 Augen zu und durch.
"Genießen war noch nie ein leichtes Spiel." (Welches Lied, na?)

Montag, 18. Februar 2013

Lichthof

Sophie und Hans Scholl haben ihre Flugblätter im Treppenhaus der Uni München, im Lichthof, ins Dunkel der Zeitgeschichte fallen lassen. Heute vor siebzig Jahren, ein Anlass zum nach Denken. Wir sind nachgeboren, wir Glücklichen. Wenn wir wegschauen, den Blick abwenden von unnötiger Kriegstreiberei, Unterdrückung und Entmündigung, verspielen wir dieses Glück, verkommen wir zur leblosen Nachgeburt. Wenn Gedenktage nichts weiter als Kitsch sind, wenn sie nur nach hinten verweisen und in der Gegenwart nichts als betroffenes Seufzen gefolgt von schulterzuckendem Übergehen zur Tagesordnung bewirken, dann töten wir die Widerständler immer wieder. Als die Weiße Rose Gegenwart war, haben Sophie, Hans und ihre wenigen Mitstreiter so lange hingeschaut und nachgedacht, bis sie ihren Aufschrei nicht mehr unterdrücken konnten. "Ihr habt geschrien, obwohl ein Schrei nichts ändern kann..." singt Konstantin Wecker. Wie oft beiße ich mir auf die Zunge, nur um nicht anzuecken? Zu oft vermeide ich genau hinzuhören, zu sehen, gehe zur Tagesordnung über, obwohl nichts NICHTS in Ordnung ist. Hier eine weiße Rose als Illustration einzufügen, wäre anmaßend. Probieren wir es mit einem Oberlicht, das sich im Spiegel in der Tiefe des Treppenhauses fängt: Treppenhaus im Stift Melk, der Spiegel wurde zum bequemeren Fotografieren am Boden angebracht. Ob sich die Siftsverwaltung der damit verbundenen Sinnstiftung bewusst war?

Sonntag, 17. Februar 2013

Gesund

Eine von drei Wochenendlektüren, mal wieder, "Corpus delicti" von Juli Zeh. Das Zitat, welches diesmal am meisten umtreibt, für die BlogleserInnen zum Nachdenken aus dem Zusammenhang gerissen: "Die METHODE gründet sich auf die Gesundheit ihrer Bürger und betrachtet Gesundheit als Normalität. Aber was ist normal? Einerseits alles, was der Fall ist, das Gegebene, Alltägliche. Andererseits aber bedeutet ˋnormalˋ etwas Normatives, also das Gewünschte. Auf diese Weise wird Normalität zu einem zweischneidigen Schwert. Man kann den Menschen am Gegebenen messen und zu dem Ergebnis kommen, er sei normal, gesund und folglich gut. Oder man erhebt das Gewünschte zum Maßstab und stellt fest, dass der Betreffende gescheitert sei. Ganz nach Belieben. Solange man dazugehört, dient dieses Schwert der Verteidigung. Befindet man sich draußen, stellt es eine schreckliche Bedrohung dar. Es macht krank."

Und für alle treuen MitdenkerInnen noch ein Rezept zur Güte: Ulas Knieschmiere wird mit  40ml (also zweimalzwanzig) Johanniskrautöl und je 5 Tropfen Cajeput, schwarzer Pfeffer, Lavendel extra, Wacholder, Zitroneneukalyptus (da reichen eigentlich 2 Tropfen), Vetiver und Atlaszeder gemischt und wadenaufwärts einmassiert. Sorgt für Standfestigkeit und Flexibilität gleichermaßen.

Samstag, 16. Februar 2013

Weiche Knie

Lampenfieber, hartes Training oder schlicht der erdrückende Ballast des Alltags können auf unterschiedliche Weise für dasselbe Phänomen sorgen:  weiche Knie, schwaches Stehvermögen. Das Gefühl, die eigenen Knie versagen ihren Dienst, ist so banal wie unangenehm. Banalitäten werden gerne verharmlost. Eigentlich blöd, unser Alltag ist ja überwiegend eine absurde Aneinanderreihung von Banalitäten. Jetzt verfügt leider nicht jeder über das sonnige Gemüt eines 24-Stunden-Charismatikers, der Pflichten so lange erfüllt, bis er sie lieben lernt - eine nette Anregung aus den Kommentaren zum letzten Post übrigens. Hört man sich im durchschnittlichen Wohlstandsmainstream so um, fühlen sich tröstlich viele Mitmenschen von der Banalität des Alltäglichen in die Knie gezwungen. Sich wiederholende Handlungen Tag für Tag zeitigen Abnutzungserscheinungen an Gelenken und Gedanken. Verstärkt wird der Effekt in der kommerzialisierten virtuellen Welt der sognenannten social media: Wir sind in Schubladen und merken es nicht einmal, weil wir durch unsere online Aktivitäten vorsortiert werden, sodass wir auf jeden Fall nur mit unseren eigenen Interessen in Berührung kommen, bitte keine neuen Ideen, die machen nur unberechenbar! Gefangen im goldenen Käfig  von fb (fast blind), sehen wir Kuchenrezepte, bisschen Gesellschaftskritik, Cartoons, super witzig, viele photogeshoppte Gesichter Annoncen und Amazonen noch und noch. Wir drehen uns dabei um uns selber: Gefällt mir, yeah! Immer schneller, Bloggerei hält eigentlich nur auf.  Eieiei, da bin ich aber deftig von der Überschrift abgedriftet, wie komme ich jetzt zu meinen Knien zurück? Ein Tanz auf dünnem Eis, diese Medien- und Sozialkritik gemischt mit einem zünftigen Stimmungstief. Das hier wäre kein Blog für Aromatherapie und andere alltagstaugliche Sinnenfreuden, wenn nicht gleich ein Rezept verbunden mit weichgespülten Lösungsansätzen und wonniglichen Versprechen folgen würde. Aber genau darüber denke ich ja die ganze Zeit nach, ist mir diese Rezeptebloggerei nicht langsam zu banal? Ich drehe mich im Kreis und behalte meine super Knieschmiere aus Johanniskrautmazerat, Cajeput, schwarzem Pfeffer und einigen Geheimessenzen für mich und gehe offline, in die Wanne mit Schillers Handschuh. Den Dank, Dame, begehr ich nicht...

Montag, 11. Februar 2013

Narretei

Zauberspruch
Nimm Entenfedern,
Löwenzahn
Und einen Löffel
Lebertran.
Sprich hunke-munke-mops
Dabei und mische
Einen dicken Brei.
Schmier dir die
Nasenspitze ein
Und stell dich
In den Mondenschein.
Und schswebst du nun
Nicht durch die Nacht -
Dann hast du was verkehrt gemacht!

Max Kruse

Montag, 4. Februar 2013

Hindernisse

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keins da!
Franz Kafka


Mittwoch, 30. Januar 2013

Zappelphilipp

Fliegen - ein Schaukelkind braucht keine Drogen
Prangt heute auf dem Titelbatt der Süddeutschen Zeitung: Immer mehr "Zappelphilipp"-Diagnosen. Deutschland stehe an der Weltspitze, was die Anzahl der ADHS-Diagnosen betrifft. Interessanterweise häufen sich die Fälle, wo besonders viele Kinder- und Jugendpsychologen praktizieren. Würzburg hat eine überdurchschnittlich hohe Dichte an Therapeuten aus diesem Fach und ist zahlenmäßig Bundeshauptstadt für ADHS und Ritalinkonsum. Die Zusammenhänge sind natürlich viel komplexer, als Zahlen ausdrücken können. Die Ursachen für Aufmerksamkeitsdefizite scheinen mir allerdings doch auf recht banale Weise bekämpfbar: Bewegungsmangel und zu viel weißer Kristallzucker gehören auf der körperlichen Ebene zu den wichtigsten Schädlingen.  Würde an diesen beiden Schwachpunkten gemeinsam (Eltern, Schule, Freizeitgestaltung, Glotze) präventiv angegriffen, brächen die Umsätze von Ritalin gnadenlos ein. Das wäre aber ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Schaden. Reine Spekulation meinerseits?
Übrigens: Kinder, die musizieren haben signifikant seltener ADHS. Kein Wunder: ihnen wird nämlich zugehört, also Aufmerksamkeit geschenkt. Kinder sind schließlich auch nur Menschen, sie können nur geben, was sie selber bekommen haben. So einfach.

Sonntag, 27. Januar 2013

Lockstoffe

 
Neue Sachen aus Naturstoffen in schönen Farben gibt's in der Werkstatt für die Sinne. Ganz nach dem Motto von Teresa von Avila:

Tu dem Leib Gutes, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen!

Für die Körperpflege gibt es auch allerhand Neues zu entdecken! Ich freu mich auf Euch! Es gelten die üblichen Öffnungszeiten.

Montag, 21. Januar 2013

Facettenreichtum

Wenn es irgendetwas gibt, das den Duft von Petit Grain Öl optisch einigermaßen illustrieren kann, dann diese Rosette aus der Kathedrale in Sens (Frankreich, Nordburgund, vor einiger Zeit mit Handy aufgenommen, in echt umwerfend kontrastreich). Dass destilliertes Grünzeug so bunt duften kann und sanft aber bestimmt Dunkel mit Licht aufmischt, lerne ich immer wieder neu lieben. Petit Grain, dieses für deutsche Artikulationsmotorik so schwer zu bewältigende ätherische Öl, wird aus den grünen Teilen, Blättern und Fruchtansätzen meist von der Bitterorange gewonnen. Übersetzt bedeutet der Name "Kleines Korn" in Anspielung auf das Aussehen der Früchte im Frühstadium. Im Duft kommt die Ahnung von künftiger Zitruslieblichkeit gepaart mit herber Unreife in einen - je nach Destillat - erstaunlich harmonischen Dialog. Ein zurückhaltendes Psycho-Öl, das mit den inneren Widersprüchen und der zeitlebens bestehenden Unreife versöhnen kann. Der Ehrlichkeit halber soll hier die Kölnisch-Wasser-Vergangenheit von Petit Grain nicht unerwähnt bleiben: In der Ur-Rezeptur des berühmten Duftwassers spielt Petit Grain eine wichtige Rolle und darf in einem Eau de Cologne auf natürlicher Basis nicht fehlen. Allen Nachweihnachtsmelancholikern und Infektopfern (Magen-Darm, Bronchitis sind nur Beispiele für die Anwendungsgebiete auf körperlicher Ebene) kann ich dieses grüne Wunder sehr ans Herz legen. Keine Angst vor Oma-Assoziationen und nach Wäscheschrank schmeckenden Pralinen, das war nämlich Tosca!  Die Fenster im Kölner Dom können mit Sens übrigens mithalten...

Dienstag, 15. Januar 2013

Stimmt's?

Wer singt, ist glücklich. Wer glücklich ist, bleibt gesund. Wer gesund und glücklich ist, macht keinen Ärger. Warum auch? Schonmal Kinder erlebt, die sich singend gegenseitig verkloppt haben? Die Schwingungen, in die der Körper beim Singen versetzt wird, haben nachweislich positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Das sind banale Tatsachen, an denen auch die zahlreichen Singwettbewerbe mit Jury und viel Geplärr nichts ändern werden. Auch wenn es vielen passiven Musikern dabei die eigene Stimme verschlägt, wenn sie an mehreren Abenden pro Woche für ein sogenanntes Supertalent mitzittern. "Ich kann überhaupt nicht singen!" So lautet das niederschmetternde Selbsturteil. Wenn nur halb so viele Mitmenschen auch ihre eigenen Fahrkünste so selbstkritisch beurteilen würden, die Unfallstatistiken würden anders aussehen. Wer würde aber schon von sich sagen, dass ersie überhaupt nicht Auto fahren kann? Alle tun's: Gestresst, krank, übermüdet, depressiv, aggressiv, telefonierend... Jeder setzt sich so ans Steuer! Kein Mensch würde sich in diesem Zustand singen trauen! Wovor haben wir eigentlich Angst?
KEIN FOTO! Man sieht nur mit den Ohren gut und mit der Nase. Fotos sind immer Ansichtssache. Daher heute betonte Optikabstinenz.

Montag, 7. Januar 2013

Rosige Zeiten

Die Damaszenerrose ist Heilpflanze des Jahres 2013! Bin ich froh, dass ich da nie gefragt werde, welche Pflanze für das neue Jahr diese besondere Aufmerksamkeit bekommen soll! Wäre es nicht sinnvoller, die Pflanze erst nach Ablauf des Jahres zu küren? Der Sportler des Jahres steht doch auch erst zum Jahresrückblick fest! Jedenfalls stimme ich selten zu Jahresbeginn bereits so mit der Wahl des NHV (Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus) überein. Gerade mal eine Woche alt ist 2013 und es verging noch kein Tag ohne Rosenöl oder -wasser. Anlässlich einer sehr schwächenden Magen-Darm-Erkrankung  hat sich das ätherische Destillat aus der Damaszenerrose im Selbstversuch als das beste Stärkungsmittel erwiesen. Einem Instinkt folgend wurde der Bruchteil eines Tropfens auf Würfelzucker eingenommen, ein fast nicht auszuhaltender intensiver Geschmack mit anschließendem rundum Wohlgefühl durchströmte den vom Infekt arg gebeutelten Organismus. Als tags drauf die Kräfte wieder nachließen wurde die Anwendung wiederholt und noch einen weiteren Tag lang. Inzwischen reicht schnuppern am Fläschchen und eine minimale äußere Anwendung. Gebettet auf Rosen sogar im Gehen und Stehen! Ein kleiner Dorn im Auge ist mir diese Heilpflanzenkürerei trotzdem - schürt sie doch die Nachfrage und im Falle des sehr teuren Rosenöls muss bei steigender Nachfrage mit einer zunehmenden Zahl an Fälschungen auf dem Markt und insgesamt noch höheren Preisen gerechnet werden. Meine Skepsis gegen Moden und Tausendsassagedöns werde ich bei aller Begeisterungsfähigkeit auch 2013 nicht ablegen.
Wenn ich jetzt eine richtige Bloggerin wäre, könnte ich ja eine Verlosung ausloben, Hauptpreis für diejenigen LeserInnen, die meine persönliche Heilpflanze des Jahres 2012 erraten. Hab aber keine Hauptpreise, kann nur Inspiration schenken: Was war Eure persönliche Heilpflanze 2012? Verratet Ihr auch warum? Ich würde mich echt über ein paar Kommentare diesbezüglich freuen und mich zu weiteren Posts inspirieren lassen!

Mittwoch, 2. Januar 2013

Die tun nichts!

Davon kann man  nach über sechs Jahrhunderten getrost ausgehen. So lange sitzen diese Geistervertreiber schon am Fuße der Kathedrale im burgundischen Sens. Eigentlich sollten sie mit ihren Kollegen an vielen anderen gotischen Kirchen böse Geister am Eindringen ins Kircheninnere hindern. Vergebliche Müh, das lehrt uns die Kirchengeschichte. Irgendwie scheint der mittlere Kamerad das auch resignierend zur Kenntnis zu nehmen...
Soweit der kunsthistorische beinahe schon religionskritische Ausblick, wenden wir uns Themen zu, von denen ich etwas verstehe. Und dazu gehört beispielsweise Niaouliöl - meine Lieblingsvokalanhäufung in der Aromatherapie. Nicht nur wegen der klanglichen Eigentümlichkeit greife ich gerne zu dem Fläschchen. Melaleuca quinquenervia viridiflora, kurz MQV, in der Heimat der drei steinernen Gesellen nennt man es Goménol,Teebaumverwandtschaft, findet in der Aromapraxis Verwendung als Schutz für Haut und Schleimhaut vor allen möglichen bösen Geistern schädlichen Umwelteinflüssen. Bakterien, die über die Schleimhäute eindringen wollen, Strahlen, welche die Epidermis bedrohen, Pilze im Urogenitalbereich: Niaouli stoppt sie mit großer Macht. Selbst hartnäckige und chronische Atemwegsinfekte vergehen bei regelmäßiger Inhalation mit Niaouli. Dabei muss es nicht mal die Zähne blecken. Zu Haut und Schleimhaut ist es bei der beeindruckenden Wirkung erstaunlich mild. Übrigens ganz ohne Geisterzauber aber dafür mit machtvollen Alkoholen. Prosit Neujahr! Ich rede nicht von Flaschengärung sondern von Monoterpenolen und Sesquiterpenolen, weil's so vertrauensbildend ist. Allen Pollenallergikern erweist dieses Geschenk der Natur gute Dienste, vor allem, wenn sie jetzt schon anfangen, sich regelmäßig mit Niaouli zu pflegen (inhalieren, in Massagemischungen, Aromadusche). Die Liste der Wohltaten ist noch lang. Mit tiefer Überzeugung kann ich aber den Einsatzbereich Küche für dieses Allroundtalent ausschließen. Interessierten empfehle ich einen Blick in die Fachliteratur. Ausnahmslos allen rate ich zum Kauf eines Fläschchens Niaouli, damit das neue Jahr gut werden kann. Prosit heißt übrigens: Es nütze!