Mittwoch, 6. Mai 2009

Allergisch?


Die sogenannte zivilisierte Gesellschaft spaltet sich momentan noch deutlicher als sonst in zwei voneinander abgegrenzte Untergruppen: Allergiker und Nichtallergiker. Die Kommunikation zwischen beiden ist mitunter nur mit höchstem diplomatischem Sachverstand zu meistern. Eine sich zunehmend von möchtegern natur-und alternativmedizinsch Bewanderten sich breitmachende Unart ist die pseudoganzheitliche Ursachenforschung. Viel Selbstgerechtigkeit beobachte ich da vor allem bei nichtallergischen Müttern von nichtallergischen Kindern (da gehöre ich auch dazu): "Also unsere Kinder durften immer schon im Dreck spielen und einen Putzfimmel kann man mir nicht nachsagen: Ist ja wissenschaftlich bestätigt, dass dann Allergien keine Chance haben." "Eben, man muss diese Sachen viel lockerer nehmen. Hygienewahn blockiert doch total, da haben es Krankheiten und Allerigen leicht!" Dieser Einstellung liegt ein tragisches Missverständnis der östlichen Heiltraditionen (TCM und Ayurveda) zu Grunde: Diese heilkundlichen Ansätze sehen, vereinfacht gesagt, die Harmonie aller körperlichen und seelischen Prinzipien (Elemente oder Doshas) als Voraussetzung für Gesundheit. Prima: Wenn man also alles richtig macht, dann ist alles im Lot und die Energie, Qi oder wasauchimmer fließt zur Belohnung frei und ohne Niesanfälle und Atemnot durch den perfekten Körper? Schade: Die sehr komplexe und menschenfreundliche Sichtweise des Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele verkommt durch unsere vom mechanistischen Weltbild geprägten Denkart zu einer "Selberschuldalleseinstellungssache". Das schadet sowohl dem Ansehen dieser nicht hoch genug zu schätzenden Heilkünste als auch dem Zusammenleben von Betroffenen und nicht Betroffenen. Schlechte Energie! Dabei lohnt sich fundierte alternative Herangehensweise bei Allergien durchaus...


Ätherische Hilfe für Heuschnupfengeplagte gibt es zu Hauf. Die wichtigsten Öle zur Linderung von Allergiebeschwerden sind:


Niaouli

Atlaszeder

Manuka

Myrte (türkisch, Cineol-Typ)


Eine wirkliche Erleichterung der Beschwerden im Nasen-Rachenraum kann ein Spray mit diesen Ölen und Rosen-Lavendel-Melissen-Wasser verschaffen. In einer 50ml-Sprayflasche das Hydrolat mit insgesamt höchstens zehn Tropfen ätherischen Ölen verschütteln (kein Alkohol dazu, der reizt die Schleimhäute) und bei Bedarf ins Gesicht und den Rachen sprühen. Mildert den Juck- und Niesreiz. Immer wieder gut schütteln.

6 Kommentare:

  1. Keine Zypresse nicht?
    Wo doch so viele drauf schwören...

    LG
    Ines

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  2. dochdochdoch cupressus natürlich auch und Rose undundundund. Die genannten sind die nach meiner (indirekten weil nichtallergischen) Erfahrung zusammengemischt die mit dem breitesten Erfolg. Interessant übrigens: Die Kommentarflut zu diesem Post könnt Ihr alle nicht sehen, weil nur per Mail. Kann es sein, dass bei diesem Thema viele Fettnäpfchen rumstehen? Und dabei gehen die Meinungen von Allergikern und Nichtallergikern gar nicht so weit auseinander - in meiner Mailbox laufen sie jedenfalls äußerst harmonisch zusammen... Gegenseitiges Verständnis muss doch niemandem peinlich sein!

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  3. vielleicht noch viel wichtiger: rechtzeitig vorbeugen und die sesquiterpene und die diterpenole bereits gegen ende des winters für sich arbeiten lassen. auf fast magische weise stimmen sie das immunssystem auf "gelassenheit" um. ich bin immer wieder überrascht über diesen effekt bei stark betroffenen menschen. der schönste kommentar war: nun kann ich unsere birke doch im hof stehen lassen, es juckt zwar noch, ist aber gut auszuhalten. liebe grüße von eliane, deren kleiner sohn sich bereits mit 18 monaten mit trinken von schlammigen pfützenwasser gegen jede unbill des lebens "impfte" (als kürzlich halb südwest-irland mumps hatte und auch sein bruder hat er sich wieder nicht angesteckt, wie vor jahren bei den windpocken auch, schon fast unheimlich).

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  4. Zypresse würde ich auch dazu nehmen; hilft mir als Spät-Heuschnupfengeplagte (erst ab Anfang 40, trotz wälzen im Dreck als Kind)zusammen mit Atlas Zeder am besten.

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  5. Mir ist beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht gehuscht aus dem dann ruck zuck ein Lachen wurde. Seit vielen Jahren nicht allergischer Asthmatiker muss ich mir immer wieder anhören, dass ich erst mal meine Probleme lösen müssste und dann würde auch mein Asthma verschwinden - wär das schön, wenn es so einfach wäre. Allerdings stimmt es schon - wenn die Seele sich gut fühlt, mault auch der Körper nicht so rum.
    Und Ute, was das Fettnäpfchen angeht - das war riesengroß, ich weiß das aus Erfahrung ;)))

    Liebe Grüße
    Gaby

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  6. hallo ulrike,
    da bin ich aber froh, dass es noch eine andere aromafrau gibt, die niaouli und atlaszeder für eine gute sache hält bei Allergien....mit himalayazeder und niaouli konnte ich nach so richtig heftigem allergiezustand endlich irgendwann schlafen,..die guten viridifloren vllt?
    hast du erfahrung, ob deine rachenspraymischung auch bei stark geschwollenen nasennschleimhäuten durch konservierungsmittelallergie hilfreich ist oder nur bei pollen?
    herzliche grüße
    marta

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