Freitag, 30. Januar 2009

Blaues Auge


Wie gut Immortelle alias Strohblume (helichrysum italicum) als ätherisches Öl gegen Hämatome wirkt, ist eines meiner ständig wiederholten Aromatherapie-Mantras. Es ist auch wesentlicher Bestandteil meiner bewährten Tatütataa-Mischung. In der Augenpartie ist es aber nicht ratsam, mit ätherichen Ölen herumzupfuschen. Als gestern bei einem wilden Tanz um den Esstisch mein jüngerer Sohn buchstäblich nochmal mit dem blauen Auge davon kam, habe ich ihm Strohblumenwasser auf einen (fusselfreien) Wattepad gegeben und damit das lädierte Äuglein und Jochbein behandelt: Das Ergebnis ist genauso überzeugend, wie ich es vom ätherischen Immortellenöl gewohnt bin. Auf eine Fotodokumentation der Verletzung vor und nach der Behandlung müssen wir aber verzichten - dazu fehlt mir dann in solchen Situationen doch der Nerv. Der eindeutige Vorteil des Hydrolats gegenüber dem ätherischen Öl: Es riecht nicht so extrem. Wer pures Immortellenöl mal bei einer schmerzhaften Verletzung aufgetragen hat, wird die Duftassoziation nicht mehr los. Das Hydrolat wird künftig bei uns häufiger zum Einsatz kommen. Übrigens kann man nicht immer so ohne weiteres von der Wirkung des ätherischen Öls auf die des entsprechenden Hydrolats schließen!

5 Kommentare:

  1. Hallo Ulrike,

    ich habe auch immer Immortellenhydrolat im Haus zur Wundbehandlung, vor allem bei einen Fellnasen. Allerdings ist damit in einem Rudel mit mehreren Mädchen nicht zu spaßen - meine Freundin hat nach benutzung von Immortelle, ob als ätherisches Öl oder auch als Hydrolat, einen echten Zickenkrieg unter den rangniederen Mädchen gehabt. Wir sind gerade auf der Suche nach einer Wundmischung, die ohne Immortelle auskommt und natürlich die gleich gute Wirkung hat

    Liebe Grüße
    Gaby

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  2. Hallo Gaby,
    Zickenkrieg wegen Immortelle? Interessant! In einer Wundmischung kann man meiner Erfahrung nach Immortelle ganz gut mit Manuka und Weihrauch ersetzen - das polarisiert natürlich auch. Außerdem muss man immer bedenken, dass Erste-Hilfe-Situationen prädestiniert sind dafür, negative Duftassoziationen zu schaffen: Man kann der Beliebtheit eines Duftes durch einen Notfalleinsatz ganz schön schaden... Weihrauch riecht für mich z.B. nach Halsweh.

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  3. Hej Ulrike,
    wir sind gerade bei Rosengeranie - bedenke, wir suchen DIE Mischung für Hunde, die haben da so ihren eigenen "Duftsinn".
    Aber Danke für den Tipp.

    Übrigens hast Du es ganz hübsch hier.Bin scho am überlegen, ob ich nicht einen Blog für die Fellnasen eröffnen sollte.


    Liebe Grüße
    Gaby

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  4. Ja, Gaby, einen Dufte-Hunde-Blog wünsche ich mir schön länger von dir, jetzt muss ich dir das auf Ulas Blog flüstern!!!! Ja, das Thema Duftkonditionierung hat etwas Trauriges... bei mir ist die Cistrose so stark mit eklig-blutenden Wunden assoziiert. Als ich kürzlich am Flughafen eines der neueren "Poison" von Dior roch, fand ich, dass es nach Pflaster riecht. Erst im Flugzeug, als es sich mit meiner Haut vereinigt hatte, stellte ich fest, dass es nach Vanille roch und im Fond nach Cistrose. Die Verkäuferin hatte mir bei meiner negativen Reaktion gesagt, eine andere Kundin hätte den Duft als "zu medizinisch" abgelehnt. Auch eine Aromafrau???

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  5. Hach Eliane, wem sagst Du das! Wegend er Cistrose habe ich mit einigen der eigentlich ganz wunderbaren Florascent-Parfums so meine Probleme: Es bleibt da leider häufig ganz lang nach dem Verduften der voluminösen Herznoten die Cistrose kleben.

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